Non-entry for insufficiently reasoned appeal against interim family measures

5A_407/2010Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung07.06.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into an appeal against a Zurich decision on the modification of interim family measures and visitation arrangements. It held that, in a challenge to provisional measures, only constitutional rights may be invoked and that such grievances must be specifically and clearly reasoned. Because the appellant failed to cite any constitutional provision and did not engage with the cantonal court's reasoning, the appeal was inadmissible. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 1,500.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 98 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility and reasoning requirements for complaints against interim measures. A complaint against provisional measures may invoke only violations of constitutional rights. Such grievances must be expressly raised and substantiated in a clear and detailed manner with reference to the reasoning of the challenged decision. A merely generic or unsubstantiated submission does not satisfy the duty to state reasons and leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. The unsuccessful party bears the costs under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_407/2010

Urteil vom 7. Juni 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Felix Rom,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Heidi von Salis-Bilfinger,
Beschwerdegegner,

Z.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Annette Schuppli Meyer,
Verfahrensbeteiligten.

Gegenstand
Abänderung vorsorglicher Massnahmen,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 20. April 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich (I. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 20. April 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich, das einen Rekurs der Beschwerdeführerin gegen einen vorsorglichen Massnahmeentscheid (Abweisung eines Gesuchs um Abänderung solcher Massnahmen, Präzisierung des Besuchsrechts, Weisungen) abgewiesen, diesen Entscheid bestätigt und der Beschwerdeführerin eine Weisung erteilt hat,

in Erwägung,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass sodann mit einer Beschwerde wie der vorliegenden, die sich gegen einen vorsorglichen Massnahmeentscheid richtet, nur die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte erhoben werden kann (Art. 98 BGG; BGE 133 III 393 E. 5.1 a.E., S. 397),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht keine Verfassungsbestimmungen anruft,
dass sie erst recht nicht nach den erwähnten Anforderungen, d.h. klar und detailliert anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Beschluss des Obergerichts vom 20. April 2010 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Juni 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

interim measuresvisitation rightsreasoning requirementconstitutional complaintnon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the interim measures decision was sufficiently reasoned under the Federal Supreme Court Act.

Extrahierter Entscheid

No; the appellant failed to raise or substantiate constitutional violations with reference to the cantonal court's reasoning.

Extrahierte Begründung

In challenges to interim measures, only constitutional rights may be invoked. The brief did not cite any constitutional provisions and did not show, in a clear and detailed way, how the cantonal decision violated such rights.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs of the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

The losing appellant bears the costs.

Extrahierte Begründung

Under Art. 66(1) BGG, the unsuccessful party is charged with the costs.

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