Non-entry for failure to pay advance costs

5A_351/2008Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung02.07.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Swiss Federal Supreme Court dealt with a complaint against a debt-enforcement supervisory decision. The appellant had been ordered to pay a CHF 500 advance on costs after his legal-aid request was refused, but he failed to pay within the non-extendable grace period and did not provide proof of timely payment. His request for reconsideration of the advance-cost order was also dismissed. The Court therefore refused to enter into the complaint and imposed court costs of CHF 300 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 and Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the advance on costs and non-entry into the complaint. If the appellant neither pays the required advance within the non-extendable grace period nor furnishes the prescribed proof of timely debit/credit, the Federal Supreme Court must refuse to enter on the matter. A request for reconsideration of the advance-cost order is only admissible if it raises arguments capable of calling the original order into question; mere repetition or unsupported assertions do not suffice. Abusive filings may be taken into account when allocating costs (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_351/2008/don

Urteil vom 2. Juli 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

  1. Kanton Luzern und Einwohnergemeinde Emmen,
  2. Betreibungs- und Konkursamt Y.________,
    Beschwerdegegner.

Gegenstand
Pfändung,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 20. Mai 2008 des Obergerichts des Kantons Bern (Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 20. Mai 2008 des Obergerichts des Kantons Bern,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abweisender) Verfügung vom 6. Juni 2008 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 28. Mai 2008 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 500.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 12. Juni 2008 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer innerhalb der Nachfrist ein Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 6. Juni 2008 eingereicht hat, das jedoch abzuweisen ist, weil der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die Richtigkeit dieser Verfügung, auf die verwiesen werden kann, in Frage zu stellen vermöchte,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, der einmal mehr missbräuchlich prozessierende (Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG) Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG) und darauf hingewiesen wird, dass in dieser Sache allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abgelegt würden,

erkennt der Präsident:

1.
Das Wiedererwägungsgesuch wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. Juli 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Schlagwörter

advance on costsnon-entrylegal aiddebt enforcementreconsiderationcourt costsabusive litigation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request for reconsideration of the order of 6 June 2008 should be granted

Extrahierter Entscheid

The reconsideration request was denied because the appellant raised nothing capable of calling the correctness of the order into question.

Extrahierte Begründung

No new or relevant arguments were presented against the prior order, so there was no basis to revisit it.

Kernrechtsfrage

Whether the complaint could be entered upon despite non-payment of the advance costs

Extrahierter Entscheid

No; because the advance was neither paid in cash nor properly credited and proof of timely payment was not provided, the complaint could not be heard.

Extrahierte Begründung

After expiry of the non-extendable grace period, Article 62 paragraph 3 BGG required non-entry, as warned.

Kernrechtsfrage

Court costs

Extrahierter Entscheid

The appellant was ordered to pay court costs of CHF 300.

Extrahierte Begründung

Costs followed the non-entry and abusive litigation conduct noted by the court.

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