Non-entry for unpaid advance payment; reconsideration denied

5A_338/2009Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung22.06.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against an Obergericht decision concerning late opposition and restoration of the deadline. After the appellant's request for free legal aid had been refused as hopeless, he was ordered to pay a CHF 300 advance payment and warned that non-payment would lead to non-entry. He then sought reconsideration of that order, but raised nothing capable of calling it into question. As he still did not pay the advance within the non-extendable deadline and did not provide the required proof of payment, the Court refused to enter into the appeal and charged him with costs.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3, Art. 117 und Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the advance on costs and consequence of non-entry. If the appellant, despite a final and non-extendable deadline and an explicit warning, neither pays the advance in cash nor effectually credits it through postal or bank transfer and also fails to submit the required debit confirmation, the appeal is not entered into. A reconsideration request that merely repeats the previous position and does not identify any circumstance undermining the challenged order is to be rejected. Costs are imposed on the defaulting appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_338/2009

Urteil vom 22. Juni 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Z.________ GmbH,
Betreibungsamt A.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Verspäteter Rechtsvorschlag, Fristwiederherstellung.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 7. Mai 2009 des Obergerichts des Kantons Bern (Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 7. Mai 2009 des Obergerichts des Kantons Bern,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (sein nachträgliches Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abweisender) Verfügung vom 29. Mai 2009 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 18. Mai 2009 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 300.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist bis zum 12. Juni 2009 dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer innerhalb der Nachfrist ein (sinngemässes) Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 29. Mai 2009 eingereicht hat, das jedoch abzuweisen ist, weil der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die Richtigkeit dieser Verfügung, auf die verwiesen werden kann, in Frage zu stellen vermöchte,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Wiedererwägungsgesuch wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Juni 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

advance paymentnon-entryreconsiderationdeadlinecourt costslegal aid

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appellant's reconsideration request against the order of 29 May 2009 should be granted

Extrahierter Entscheid

No. The request did not raise any arguments casting doubt on the correctness of the order.

Extrahierte Begründung

The appellant merely sought reconsideration, but provided nothing capable of undermining the prior order, which could therefore be upheld by reference to its reasons.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be entered into despite non-payment of the advance on time

Extrahierter Entscheid

No. The advance was neither paid in cash to the Federal Supreme Court nor properly credited via postal or bank instruction within the non-extendable deadline, and the required proof was also not submitted.

Extrahierte Begründung

Because the appellant failed to comply with the advance-payment order and the warning of non-entry, the court had to refuse to enter under Art. 62(3) BGG in conjunction with Art. 117 and Art. 108(1)(a) BGG.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs

Extrahierter Entscheid

The appellant bears the court costs of CHF 300.

Extrahierte Begründung

Since the appeal was not entered into due to the appellant's default, costs were imposed on him under Art. 66(1) BGG.

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