Non-entry on abusive appeal and recusal requests

5A_337/2009Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung19.05.2009Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court, sitting in simplified procedure, did not entertain the appellant’s abusive recusal requests and did not enter into the appeal against the Obergericht of Zurich. It held that the filing failed to address the decisive reasoning of the lower courts and did not meet the federal pleading requirements. Because the appeal was hopeless, the request for legal aid was denied. The request for suspensive effect became moot. Court costs of CHF 700 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 108 Abs. 1 lit. b and c BGG; admissibility of a federal appeal and non-entry for insufficient reasoning or abusive submissions. A complaint must, in a concise and comprehensible manner, deal with the decisive considerations of the challenged decision and show, by reference to those reasons, which legal or constitutional norms were allegedly violated. Where the submission is manifestly unsubstantiated or abusive, the court may decide in simplified procedure and refuse to entertain it. Blanket recusal motions aimed at obstructing proceedings are inadmissible; prior participation in earlier proceedings and the mere existence of other complaints or actions by the party do not, without specific objective indications, create an appearance of bias. Hopeless proceedings do not justify legal aid (consid. 1-4).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_337/2009

Urteil vom 19. Mai 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Zürich, vertreten durch die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Betreibungskostenvorschuss,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 29. April 2009.

Nach Einsicht
in die Eingabe des Beschwerdeführers 13. Mai 2009 gegen den vorgenannten Beschluss,

in Erwägung,
dass auf die pauschalen, allein zum Zweck der Blockierung der Justiz gestellten und damit missbräuchlichen Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers u.a. gegen "alle vorbefassten" Bundesrichter(innen) und Bundesgerichtsschreiber(innen) nicht einzutreten ist (BGE 111 Ia 148 E. 2, 105 Ib 301 E. 1c und d), zumal die Mitwirkung dieser Personen an früheren gegen den Beschwerdeführer ergangenen Urteilen ebenso wenig geeignet wäre, sie als befangen erscheinen zu lassen (BGE 114 Ia 278 E. 1, 105 Ib 301 E. 1c), wie die gegen eine Vielzahl von Gerichtspersonen beim Friedensrichteramt Zürich 6 und 10 eingereichte Klage wegen Persönlichkeitsverletzung und die beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erhobenen Individualbeschwerden des Beschwerdeführers,
dass die Beschwerde von vornherein unzulässig ist, soweit der Beschwerdeführer darin andere Entscheide (insbesondere den Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde) als den obergerichtlichen Beschluss vom 29. April 2009 anficht (Art. 75 BGG bzw. Art. 100 BGG),
dass sodann die Zulässigkeit einer Beschwerde nach Art. 72ff. BGG voraussetzt (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass in der Beschwerdeschrift in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid eine Rechtsnorm verletzt oder auf einer offensichtlich unrichtigen, d.h. unhaltbaren und damit willkürlichen (Art. 9 BV), oder anderweitig Recht verletzenden, für den bundesgerichtlichen Entscheid erheblichen Sachverhaltsfeststellung beruht, wobei auch die Erheblichkeit der gerügten Feststellung in der Beschwerdeschrift aufzuzeigen ist (Art. 42 Abs. 2, 97 Abs. 1, 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.),
dass der Beschwerdeführer zwar vor Bundesgericht Rechtsverletzungen behauptet, dass er jedoch nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen und kassationsgerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht nach den erwähnten gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern der obergerichtliche Beschluss rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende und ausserdem missbräuchliche - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b und c BGG unter Kostenfolge für den Beschwerdeführer (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten ist,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist, die ohne öffentliche Verhandlung entscheidet,
dass damit das Gesuch des Beschwerdeführers um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird,
dass das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren in Anbetracht der Aussichtslosigkeit seiner Eingabe abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG), zumal es sowohl vor der Bundesverfassung (Art. 29 Abs. 3 BV) wie auch vor der EMRK (MARK E. VILLIGER, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention, 2. Auflage, Zürich 1999, S. 275 Rz. 433) standhält, die unentgeltliche Rechtspflege für aussichtslose Verfahren zu verweigern, dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche, ohne Antwort abzulegen,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

4.
Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Mai 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Zbinden

Schlagwörter

non-entryrecusalabusive filinglegal aidpleading requirementscourt costssimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the abusive recusal requests against various federal judges and clerks should be entertained

Extrahierter Entscheid

The recusal requests were not entertained because they were blanket, abusive, and aimed at blocking justice.

Extrahierte Begründung

Previous participation in cases against the appellant and prior complaints against judicial staff did not objectively show bias.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the cantonal decision was admissible

Extrahierter Entscheid

The appeal was inadmissible because it also targeted decisions other than the challenged Obergericht ruling and failed to satisfy the federal pleading requirements.

Extrahierte Begründung

The appellant did not engage with the decisive reasoning of the lower courts and did not show a specific violation of law or constitutional rights as required.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to legal aid for the federal proceedings

Extrahierter Entscheid

Legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

A hopeless submission does not satisfy the requirements for free legal aid.

Kernrechtsfrage

Whether suspensive effect had to be granted

Extrahierter Entscheid

The request for suspensive effect became moot after non-entry on the appeal.

Extrahierte Begründung

Once the appeal was not entered into, no provisional effect remained to be decided.

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