Non-entry for insufficiently reasoned appeal on visitation rights

5A_283/2013Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung18.04.2013Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The father appealed a cantonal decision that partially adjusted his visitation rights and otherwise upheld the lower court's contact arrangement and visitation guardianship. The Federal Supreme Court held in simplified procedure that the submission did not meet the federal pleading standards because it failed to engage with the decisive reasoning of the cantonal court and did not show any legal or constitutional violation in a sufficiently specific way. The appeal was therefore not entered into, and court costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde: Das Bundesgericht tritt auf eine Beschwerde nicht ein, wenn sie sich mit den tragenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids nicht auseinandersetzt und bloss appellatorische Kritik oder allgemein gehaltene Beanstandungen vorbringt. Verfassungsrügen sind rechtsgenügend und anhand der entscheidenden Erwägungen substantiiert zu begründen; fehlt es daran offensichtlich, ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG auf die Eingabe nicht einzutreten (vgl. auch BGE 133 IV 286 E. 1.4; 134 I 83 E. 3.2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_283/2013

Urteil vom 18. April 2013
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter von Werdt, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Besuchsrecht (Kindesschutz),

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 12. März 2013 des Obergerichts des Kantons Bern (Zivilabteilung, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht).

Nach Einsicht
in die (vom Obergericht zuständigkeitshalber nach Art. 48 Abs. 3 BGG an das Bundesgericht weitergeleitete und von diesem als Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG entgegengenommene) Eingabe gegen den Entscheid vom 12. März 2013 des Obergerichts des Kantons Bern, das - auf Beschwerde der Beschwerdegegnerin (obhutsberechtigte Mutter der 2010 geborenen Tochter A.________) hin - das Besuchsrecht des Beschwerdeführers (Vater) teilweise abgeändert (sonntägliche Besuche von 14 bis 17 Uhr bis Ende Mai 2013, von 10 bis 18 Uhr ab Juni 2013), im Übrigen jedoch die erstinstanzliche Besuchsrechtsregelung (einschliesslich Besuchsrechtsbeistandschaft) bestätigt hat,

in Erwägung,
dass das Obergericht im Wesentlichen erwog, ohne Unterstützung von Dritten seien die Eltern ausserstande, die Beziehungen zwischen Vater und Tochter wachsen zu lassen, diese habe ihren Vater schon seit bald einem Jahr kaum mehr gesehen, die Kontakte müssten daher wieder aufgebaut werden, für Übernachtungen beim Vater sei die Tochter noch zu jung, über eine weitere Ausdehnung der Kontakte könne erst nach Kenntnis der weiteren Entwicklung verfügt werden,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 12. März 2013 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. April 2013
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Schlagwörter

visitation rightschild protectionadmissibilityreasoned appealconstitutional complaintsimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the federal pleading requirements for a reasoned complaint

Extrahierter Entscheid

The appeal did not sufficiently address the decisive reasoning of the cantonal court and therefore lacked adequate legal and constitutional substantiation.

Extrahierte Begründung

Under Arts. 42 and 106 BGG, the appellant had to engage with the challenged reasoning and show concretely which legal or constitutional rules were violated; he failed to do so.

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