Non-payment of advance leads to non-entry in debt enforcement complaint

5A_282/2007Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung13.07.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into X.'s complaint against the Bern cantonal supervisory authority in debt-enforcement matters because he failed to pay the required CHF 700 advance within the non-extendable grace period and did not provide proof of timely debit. The court noted that the complaint would also have failed because it did not satisfy the federal reasoning requirements. Court costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the advance costs within the non-extendable grace period results in non-entry, provided a valid warning of consequence was issued. If the appellant neither pays in cash nor proves timely debit pursuant to Art. 48 Abs. 4 BGG, the complaint is to be declared inadmissible. A separate, alternative ground for non-entry may lie in failure to comply with the substantiation requirements of Arts. 42 Abs. 2 and 106 Abs. 2 BGG. Costs are charged to the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_282/2007/bnm

Urteil vom 13. Juli 2007
Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Bern (Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen), Postfach 7475, 3001 Bern.

Gegenstand
Pfändung.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 21. Mai 2007 des Obergerichts.

Der Präsident hat nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 21. Mai 2007 des Obergerichts des Kantons Bern,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 20. Juni 2007 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 6. Juni 2007 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 700.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 5 Tagen seit der (zufolge Nichtabholens bei der Post: Art. 44 Abs. 2 BGG) als am 28. Juni 2007 erfolgt geltenden Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG) sowie darauf hingewiesen wird, dass auf die (den Begründungsanforderungen der Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG nicht genügende) Beschwerde auch bei rechtzeitiger Vorschusszahlung nicht eingetreten worden wäre,

erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Obergericht des Kantons Bern und dem Betreibungsamt A.________ schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. Juli 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

debt enforcementcourt advancenon-entryservice by postsubstantiation requirementscourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint could be heard despite non-payment of the court advance within the set grace period.

Extrahierter Entscheid

No. Because the appellant neither paid the advance in cash nor proved timely debit by payment order, the court had to refuse entry on the complaint.

Extrahierte Begründung

The advance-payment order was accompanied by a valid warning of non-entry under Art. 62(3) BGG. The appellant did not comply within the grace period, so the complaint was inadmissible under Art. 108(1)(a) BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the complaint met the federal substantiation requirements if the advance had been paid in time.

Extrahierter Entscheid

The court indicated it would still not have entered the complaint because the pleading did not satisfy the reasoning requirements.

Extrahierte Begründung

The filing did not meet Arts. 42(2) and 106(2) BGG.

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