Non-entry for failure to pay advance costs

5A_160/2013Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung24.04.2013Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a Thurgau supervisory decision in bankruptcy matters. The appellant asked for the deadline order to be served again, arguing that he had found the postal notice late and then had to enter military service. The Court held that these reasons did not justify renewed service, because he should have arranged forwarding of judicial mail after receiving the notice. Since the advance costs of CHF 1,000 were neither paid nor duly evidenced within the non-extendable deadline, the Court refused to enter into the appeal and charged the appellant with court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3, Art. 48 Abs. 4, Art. 66 Abs. 1 and Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; advance payment of costs and non-entry for default. If the appellant fails to pay the advance on costs within the non-extendable grace period, or to provide the required proof of timely debit, the appeal is not entered into. A request for renewed service of the deadline order is granted only exceptionally; the addressee must, upon receiving the postal notice, take prompt steps to secure receipt, including arranging forwarding where appropriate. Personal inconvenience such as late collection of the notice or military service does not, without more, justify a new service (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_160/2013

Urteil vom 24. April 2013
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Konkursamt des Kantons Thurgau,

Gegenstand
Nachlassverfahren im Konkurs,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 14. Januar 2013 des Obergerichts des Kantons Thurgau (als kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 14. Januar 2013 des Obergerichts des Kantons Thurgau,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG vom 14. März 2013 unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit - zufolge Nichtabholens bei der Post als nach Art. 44 Abs. 2 BGG zugestellt geltender - Verfügung vom 27. Februar 2013 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der (zufolge erneuten Nichtabholens als am 22. März erfolgt geltenden) Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer am 20. April 2013 um nochmalige Zustellung der Sendung (scil. betreffend Nachfristansetzung) ersucht hat mit der Begründung, er habe die (am 15. März erfolgte) Abholungseinladung erst am Samstag Abend (16. März) vorgefunden und bereits am Sonntag Abend (17. März) in den Militärdienst (bis zum 29. März) einrücken müssen,
dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Gründe keine nochmalige Zustellung der Sendung rechtfertigen, zumal der Beschwerdeführer nach Erhalt der Abholungseinladung verpflichtet gewesen wäre, die Post unverzüglich mit der Nachsendung der (per Gerichtsurkunde verschickten) Nachfristansetzung zu beauftragen,
dass es somit bei der gesetzlichen Zustellfiktion der Nachfristansetzung bleibt (22. März 2013),
dass festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der (ausdrücklich als nicht erstreckbar bezeichneten) Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Das Gesuch um nochmalige Zustellung der Sendung wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Konkursamt des Kantons Thurgau und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. April 2013

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Schlagwörter

advance payment of costsnon-entrypostal service fictionbankruptcy supervisiondeadlinemilitary servicecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request for re-service of the deadline order should be granted

Extrahierter Entscheid

The request was denied because the appellant's reasons did not justify a new service.

Extrahierte Begründung

After receiving the postal notice, the appellant should have promptly arranged forwarding of the judicial mail; the asserted military service and late discovery of the notice did not justify renewed service.

Kernrechtsfrage

Whether the Federal Supreme Court could enter into the appeal despite non-payment of the advance costs

Extrahierter Entscheid

The appeal could not be heard because the advance costs were not paid or duly evidenced within the non-extendable deadline.

Extrahierte Begründung

Under the prior warning, failure to pay the advance costs in cash, at a post office, or by timely debit with confirmation leads to non-entry under the Federal Supreme Court Act.

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