Fax appeal inadmissible after involuntary commitment lifted

5A_133/2011Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung09.03.2011Inadmissible

Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal judgment upholding a forced psychiatric placement, but lodged the federal complaint by fax and never cured the defect by a valid filing. The Federal Supreme Court held the fax submission inadmissible. It further noted that the Vormundschaftsamt had already lifted the placement with immediate effect on 7 March 2011, so the case had in any event become moot. Acting under the simplified procedure, the President declined to enter on the complaint and ordered no court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 4, Art. 48 Abs. 1 and Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; admissibility of a complaint filed by fax and mootness after repeal of the challenged measure. Federal Supreme Court remedies must be filed in one of the statutory forms; transmission by fax does not satisfy the formal requirements and is ineffective. If the contested coercive measure is lifted before adjudication, the need for judicial review falls away and the complaint is no longer capable of being entertained. In clear cases of formal inadmissibility the Court may refuse to enter in simplified procedure by the presiding judge (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_133/2011

Urteil vom 9. März 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonales Vormundschaftsamt.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 14. Februar 2011 des Kantonsgerichts Basel-Landschaft (Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 14. Februar 2011 des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, das eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die über sie am 31. Januar 2011 gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB wegen ... für längstens 10 Wochen angeordnete fürsorgerische Freiheitsentziehung in der Kantonalen Psychiatrischen Klinik in A.________ abgewiesen hat,

in Erwägung,
dass Beschwerden an das Bundesgericht nur in den gesetzlich vorgeschriebenen Formen, d.h. durch Übergabe an das Bundesgericht oder an die Schweizerische Post (Art. 48 Abs. 1 BGG) oder aber durch elektronische Eingabe mit elektronisch anerkannter Signatur (Art. 42 Abs. 4 BGG) erhoben werden können,
dass deshalb die von der Beschwerdeführerin per Telefax eingereichten Beschwerdeeingaben unzulässig sind (Mitteilung des Schweizerischen Bundesgerichts, in: ZBJV 143/2007 S. 67f. Ziff. IV),
dass die Beschwerdeführerin - entgegen der Rechtsmittelbelehrung der Abteilungspräsidentin vom 24. Februar 2011 - bis zum heutigen Datum auch keine Beschwerde in zulässiger Form nachgereicht hat,
dass sich ein weiteres Abwarten der Beschwerdefrist erübrigt, nachdem das Kantonale Vormundschaftsamt mit Verfügung vom 7. März 2011 die am 31. Januar 2011 verfügte fürsorgerische Freiheitsentziehung mit sofortiger Wirkung aufgehoben hat und die Beschwerdeführerin daher gegen diese Massnahme keine zulässige Beschwerde mehr erheben könnte (BGE 109 II 350),
dass somit sogleich auf die - per Telefax eingereichte und daher offensichtlich unzulässige - Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Kantonalen Vormundschaftsamt und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. März 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

involuntary commitmentadmissibilityfax filingmootnesssimplified procedurecourt costs