Non-entry for failure to pay cost advance

5A_12/2010Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung15.02.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against an Obergericht Zug decision in a collateral-ranking matter. After the appellant failed to pay the required CHF 2,000 cost advance within the non-extendable deadline, and also failed to provide proof of timely debit, the court held that the appeal could not be entered into. It further rejected the appellant’s reconsideration request regarding the earlier refusal of suspensive effect and legal aid, because no new argument undermining that order had been shown. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3, Art. 48 Abs. 4, Art. 66 Abs. 1 and Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the cost advance within the non-extendable grace period entails non-entry into the appeal. Where payment is made by debit order, timely compliance requires proof that the amount was charged to a Swiss post or bank account within the prescribed time. A motion for reconsideration of a prior order is dismissed if it adduces no grounds capable of calling the earlier ruling into question. Upon non-entry, court costs are imposed on the appellant.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_12/2010

Urteil vom 15. Februar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Z.________ AG in Liquidation,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Kollokation.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Beschluss vom 18. November 2009 des Obergerichts des Kantons Zug (Justizkommission, Zivilrechtliche Kammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Beschluss vom 18. November 2009 des Obergerichts des Kantons Zug,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (seine Gesuche um Wiedererwägung der Verweigerung der aufschiebenden Wirkung und um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abweisender) Verfügung vom 20. Januar 2010 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit Verfügung vom 7. Januar 2010 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 10 Tagen seit der am 26. Januar 2010 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer innerhalb der Nachfrist ein Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 20. Januar 2010 gestellt hat, das jedoch abzuweisen ist, weil der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die Richtigkeit dieser Verfügung, auf die verwiesen werden kann, in Frage zu stellen vermöchte,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass mit dem bundesgerichtlichen Entscheid das weitere Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird,

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Wiedererwägungsgesuch wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. Februar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Schlagwörter

cost advancenon-entryreconsiderationlegal aidsuspensive effectcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request for reconsideration of the order refusing suspensive effect and legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant raised nothing capable of undermining the earlier order, which therefore stood.

Extrahierte Begründung

The reconsideration request did not identify any argument casting doubt on the correctness of the prior order, so the court referred to that order and rejected the request.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be entered into despite non-payment of the cost advance within the set grace period.

Extrahierter Entscheid

No. The advance was neither paid in cash nor credited by post/bank transfer proof within the non-extendable time limit, so non-entry was mandatory.

Extrahierte Begründung

Under the warning previously given and Art. 62(3) BGG, failure to comply with the cost-advance requirement leads to non-entry under Art. 108(1)(a) BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was not entered into, the appellant had to bear the court costs under Art. 66(1) BGG.

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