Involuntary commitment upheld; appeal dismissed

5A_105/2007Bundesgericht / II. zivilrechtliche Abteilung03.04.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed the appeal against the cantonal decision authorizing Clinic Y to keep the appellant in involuntary psychiatric placement until 6 June 2007. It held that no admissible factual or constitutional complaints had been raised, so it was bound by the cantonal findings that the appellant lacked insight into her illness and treatment needs and would otherwise risk self-harm and burden her environment. The court also rejected the request for free legal assistance because the appeal had no chance of success. No court fee was imposed.

Omnilex-Regeste

Art. 105 and 106 BGG; Art. 64 BGG; Art. 397a ZGB: the Federal Supreme Court reviews factual findings only if they are specifically and substantiatedly attacked as manifestly incorrect or unconstitutional. In the absence of such complaints, it is bound by the cantonal findings. Involuntary placement and retention is lawful where, on the established facts, the person requires inpatient treatment for protection against self-endangerment and personal care cannot otherwise be provided; the burden on the person's environment may be taken into account. A request for free legal assistance is to be denied where the appeal is manifestly devoid of prospects of success (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
5A_105/2007/bnm

Urteil vom 3. April 2007
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterinnen Nordmann, Hohl,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________, zzt. Klinik Y.________, Beschwerdeführerin,

gegen

Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt,
St. Alban-Vorstadt 25, Postfach, 4001 Basel

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung.

Beschwerde gegen den Entscheid vom 13. März 2007 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt.

Das Bundesgericht hat nach Einsicht
in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen den Entscheid vom 13. März 2007 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt, die in Gutheissung eines Antrags der Klinik Y.________ deren ärztliche Leitung ermächtigt hat, die gestützt auf Art. 397a ZGB in die Klinik eingewiesene Beschwerdeführerin längstens bis zum 6. Juni 2007 in der Klinik zurückzubehalten,

in Erwägung,
dass die Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt - auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung der Beschwerdeführerin - erwog, die seit 1998 an einer ... leidende Beschwerdeführerin sei weder krankheits- noch behandlungseinsichtig und müsse dringend stationär behandelt werden, weil sie bei sofortiger Entlassung die Medikamente nicht mehr einnehmen und innert kurzer Zeit sich selbst gefährden sowie eine unzumutbare Belastung für die Umwelt darstellen würde,
dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV (Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., S. 4338), oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG),
dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG), d.h. (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft, BBl 2001 S. 4294) neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen (Botschaft, BBl 2001 S. 4338) dargelegt wird (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.), inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40),
dass im vorliegenden Fall die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht keine Sachverhaltsrügen erhebt,
dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen der Psychiatrie-Rekurskommission über den Krankheitszustand der Beschwerdeführerin, ihre Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbstgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass auf Grund des von der Psychiatrie-Rekurskommission festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a ZGB verfügte Zurückbehaltung der Beschwerdeführerin in der Klinik Y.________ bundesrechtskonform ist,
dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann, wobei auch die Belastung zu berücksichtigen ist, welche die Person für ihre Umgebung bedeutet,
dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes der Beschwerdeführerin nötige Schutz vor Selbstgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Behandlung gewährleistet werden kann, zumal die Beschwerdeführerin auch für ihre Umgebung eine unzumutbare Belastung darstellt,
dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG),
dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,
dass keine Gerichtsgebühr erhoben wird,
dass das (sinngemässe) Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG),

im Verfahren nach Art. 109 BGG erkannt:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben.

3.
Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen.

4.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 3. April 2007
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

involuntary commitmentpsychiatric detentionfactual findingsconstitutional complaintlegal aidsummary procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could challenge the cantonal findings of fact without specific constitutional complaints.

Extrahierter Entscheid

The Federal Supreme Court was bound by the cantonal factual findings because the appellant raised no factual or constitutional objections.

Extrahierte Begründung

Under Art. 105 and 106 BGG, factual findings are reviewed only if specifically challenged as manifestly incorrect or otherwise unconstitutional; no such challenge was made.

Kernrechtsfrage

Whether the continued inpatient retention under Art. 397a ZGB was lawful.

Extrahierter Entscheid

The retention was lawful because the appellant required protection against self-harm that could only be ensured by inpatient treatment, and she posed an unreasonable burden to her environment.

Extrahierte Begründung

On the established facts, the statutory conditions for involuntary placement and retention were met; the Supreme Court also referred to the cantonal reasoning under Art. 109(3) BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal assistance.

Extrahierter Entscheid

Free legal assistance was denied because the appeal had no prospect of success.

Extrahierte Begründung

Art. 64 BGG requires a non-frivolous case; the appeal was manifestly unfounded.

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