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4F_9/2009 ΓÇó Revision request dismissed for no valid ground
4F_9/2009Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung01.09.2009Dismissed
The applicants requested revision of a Federal Supreme Court judgment of 29 July 2009, arguing that the Court had overlooked facts and had wrongly held their prior remedies inadmissible or insufficiently reasoned. The Court held that the submission merely attacked the legal assessment and did not invoke any statutory ground for revision under Art. 121–123 BGG. The request to stay enforcement became moot. The revision request was dismissed, and the applicants were ordered to pay CHF 500 in court costs jointly and severally.
Art. 121 lit. d BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment on the ground that facts in the record were inadvertently overlooked; mere criticism of the Court’s legal assessment or admissibility reasoning does not constitute a revision ground. The extraordinary remedy of revision is limited to the exhaustively enumerated grounds of Art. 121–123 BGG and may not be used as a disguised appeal against the legal conclusions of the prior judgment (consid. 2). A request for a stay under Art. 126 BGG becomes moot once the revision request is decided. Costs are allocated under Art. 66 Abs. 1 and 5 BGG according to the outcome.
{T 0/2}
4F_9/2009
Urteil vom 1. September 2009
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichter Corboz,
Bundesrichterin Kiss,
Gerichtsschreiber Huguenin.
gegen
C.________,
Gesuchsgegnerin,
vertreten durch Fürsprecher Gerhard Schnidrig.
Gegenstand
Revision des bundesgerichtlichen Urteils vom 29.07.09.
In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 29. Juli 2009 auf die von den Gesuchstellerinnen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 9. März 2009 erhobene Beschwerde nicht eintrat;
dass die Gesuchstellerinnen dem Bundesgericht eine vom 18. August 2009 datierte Eingabe einreichten, in der sie erklärten, sie ersuchten um Revision des Urteils des Bundesgerichts vom 29. Juli 2009 "gemäss Art. 121 ff. BGG";
dass in dieser Eingabe geltend gemacht wird, das Bundesgericht habe bei seinem Entscheid bestimmte Tatsachen bzw. Äusserungen der Gesuchstellerinnen versehentlich nicht berücksichtigt;
dass die Gesuchstellerinnen damit sinngemäss Art. 121 lit. d BGG anrufen, wonach die Revision eines Entscheides des Bundesgerichts verlangt werden kann, wenn dieses in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat;
dass diese Bestimmung indessen nach ständiger Praxis nicht dazu benutzt werden kann, die rechtliche Beurteilung des Bundesgerichts zu kritisieren (Urteile 4F_1/2007 E. 6.1 vom 13. März 2007 und 5F_6/2007 E. 2.2 vom 7. April 2008);
dass die Gesuchstellerinnen solche - im Übrigen offensichtlich unbegründete - Kritik üben, wenn sie behaupten, das Bundesgericht sei in seinem Urteil vom 29. Juli 2009 zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. BGG nicht zulässig sei und der Entscheid des Gerichtspräsidenten 8 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen vom 11. September 2008 aus prozessrechtlichen Gründen nicht beim Bundesgericht angefochten werden könne;
dass sich der restliche Teil der Rechtsschrift der Gesuchstellerinnen im Vorwurf erschöpft, das Bundesgericht sei in seinem Urteil vom 29. Juli 2009 zu Unrecht zum Ergebnis gekommen, dass auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten sei;
dass nach ständiger Praxis des Bundesgerichts mit einer solchen Rüge keiner der im Gesetz (Art. 121 - 123 BGG) abschliessend aufgezählten Revisionsgründe geltend gemacht wird (Urteile 4F_3/2008 vom 21. April 2008 und 4F_3/2009 vom 6. April 2009), weshalb auch insoweit eine Revision des Urteils des Bundesgerichts vom 29. Juli 2009 nicht in Frage kommt;
dass damit das Revisionsgesuch insgesamt abzuweisen ist;
dass das Gesuch, den Vollzug des angefochtenen Entscheides aufzuschieben (Art. 126 BGG), mit dem Entscheid über das Revisionsbegehren gegenstandslos wird;
dass die Gerichtskosten den Gesuchstellerinnen unter solidarischer Haftung aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG);
erkennt das Bundesgericht:
1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Gesuchstellerinnen unter solidarischer Haftung auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Appellationshof, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 1. September 2009
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:
Klett Huguenin