Non-entry for insufficiently reasoned constitutional complaint

4D_61/2013Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung13.11.2013Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court examined admissibility ex officio after the appellant challenged a Zurich cantonal judgment ordering her to pay CHF 6,684.85 plus interest. It held that an ordinary civil appeal was unavailable because the dispute value threshold was not met and no fundamental legal question was shown. The filing was therefore treated as a subsidiary constitutional complaint, but the appellant raised no substantiated constitutional grievance and did not engage with the cantonal reasoning. The Court consequently did not enter into the matter in simplified proceedings and charged the appellant CHF 500 in court costs.

Regest

Art. 74, 113 ff., 116, 42 Abs. 2, 106 Abs. 2, 117, 108 Abs. 1 lit. b, 66 Abs. 1 BGG; inadmissibility of an appeal lacking the required dispute value and a question of fundamental importance; treatment as a subsidiary constitutional complaint and requirement of precise constitutional reasoning. The Federal Supreme Court examines admissibility ex officio. If the value in dispute is not reached and no fundamental legal question is demonstrated, ordinary civil appeal is excluded. A filing may be construed as a subsidiary constitutional complaint, but only constitutional rights may be invoked and the complaint must identify the violated rights and, in a substantiated manner, address the reasoning of the challenged decision. A wholly unsubstantiated constitutional complaint is not entered into under the simplified procedure of Art. 108 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

4D_61/2013

Urteil vom 13. November 2013

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Hurni.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

X.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Lucius Richard Blattner,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Forderung,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer,
vom 28. August 2013.

In Erwägung,
dass das Bezirksgericht Zürich mit Urteil vom 9. Juli 2013 die Beschwerdeführerin dazu verurteilte, der Beschwerdegegnerin Fr. 6'684.85 nebst Zins zu bezahlen;
dass das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 28. August 2013 die von der Beschwerdeführerin gegen das bezirksgerichtliche Urteil eingelegte Beschwerde abwies;
dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht eine vom 25. September 2013 datierte Eingabe einreichte, aus der sich ergibt, dass sie das Urteil des Obergerichts mit Beschwerde anfechten will;
dass das Bundesgericht von Amtes wegen prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 137 III 417 E. 1; 136 II 101 E. 1, 470 E. 1; 135 III 212 E. 1);
dass gegen das Urteil des Obergerichts eine Beschwerde in Zivilsachen im vorliegenden Fall nicht zulässig ist, weil der erforderliche Streitwert gemäss Art. 74 Abs. 1 BGG nicht erreicht wird und sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellt;
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne von Art. 113 ff. BGG zu behandeln ist;
dass mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (Art. 116 BGG);
dass in der Beschwerdeschrift dargelegt werden muss, welche verfassungsmässigen Rechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides präzise zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG; BGE 134 V 138 E. 2.1 S. 143; 133 III 439 E. 3.2 S. 444 mit Hinweis);
dass die Beschwerdeführerin keine auch nur im Ansatz substanziierte Verfassungsrüge vorträgt;
dass im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG zu entscheiden ist über Nichteintreten auf Beschwerden, die keine hinreichende Begründung enthalten (Abs. 1 lit. b);
dass die Voraussetzungen von Art. 108 BGG vorliegend gegeben sind, weshalb auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ist;
dass die Gerichtskosten bei diesem Verfahrensausgang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. November 2013

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Hurni

Schlagwörter

admissibilitydispute valueconstitutional complaintreasoning requirementnon-entrycourt costs