Federal appeal dismissed for insufficient reasoning in eviction case

4D_56/2010Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung17.05.2010Inadmissible

Zusammenfassung

Two tenants challenged a cantonal eviction order before the Federal Supreme Court. The Court held that their filing did not satisfy the statutory duty to explain, with reference to the challenged decision, which rights had been violated. As the appeal contained no sufficiently substantiated constitutional or federal-law grievances, the Court refused to enter into the merits. It ordered CHF 500 in court costs against the appellants jointly and severally and denied the unrepresented respondent any party compensation for her unsolicited response.

Regest

Art. 42 Abs. 1, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirement of substantiated reasoning in a complaint to the Federal Supreme Court. The appellant must, by reference to the reasons of the challenged decision, clearly indicate which rights were infringed and in what respect. General or merely appellatory criticism is insufficient. Alleged violations of constitutional rights are examined only if expressly invoked and duly reasoned. Failing such substantiation, the Court does not enter into the complaint. Cost allocation follows Art. 66 BGG; an unrepresented party is not entitled to compensation for an unsolicited submission (Art. 68 Abs. 4 BGG; cf. BGE 133 III 439 E. 4).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4D_56/2010

Urteil vom 17. Mai 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

  1. Verfahrensbeteiligte
    A.________,
  2. B.________,
    Beschwerdeführer,

gegen

C.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Mietvertrag,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts
des Kantons Luzern, I. Kammer als Rekursinstanz,
vom 26. März 2010.
In Erwägung,
dass der Amtsgerichtspräsident II von Willisau mit Entscheid vom 4. Februar 2010 anordnete, dass die Beschwerdeführer innert 10 Tagen seit Rechtskraft des Entscheides die 5 1/2-Zimmerwohnung im 1. OG am D.________platz 8 in E.________ ordnungsgemäss zu räumen und zu verlassen hätten;

dass die Beschwerdeführer an das Obergericht des Kantons Luzern rekurrierten, das in Abweisung des Rechtsmittels mit Entscheid vom 26. März 2010 anordnete, die Beschwerdeführer hätten innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheides die erwähnte Wohnung ordnungsgemäss zu räumen und zu verlassen;

dass die Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine undatierte, am 27. April 2010 der Post übergebene Eingabe einreichten, in der sie erklärten, den Entscheid des Obergerichts vom 26. März 2010 mit Beschwerde anzufechten;

dass die Beschwerdegegnerin dem Bundesgericht am 3. Mai 2010 unaufgefordert eine Stellungnahme zur Beschwerde einreichte;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 1 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Eingabe der Beschwerdeführer vom 27. April 2010 diese Anforderungen offensichtlich nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);

dass die Gerichtskosten den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG);

dass die nicht durch einen Anwalt vertretene Beschwerdegegnerin für die unaufgefordert eingereichte Stellungnahme vom 3. Mai 2010 keine Parteientschädigung beanspruchen kann (Art. 66 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 68 Abs. 4 BGG und BGE 133 III 439 E. 4);
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden unter solidarischer Haftung den Beschwerdeführern auferlegt.

3.
Der Beschwerdegegnerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, I. Kammer als Rekursinstanz, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Mai 2010
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Schlagwörter

inadmissibilityinsufficient reasoningfederal complaintevictioncourt costsparty compensation