Non-entry for insufficiently reasoned constitutional complaint

4D_157/2009Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung04.01.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with a constitutional complaint against a Zurich cassation decision concerning a CHF 10,600 damages claim for alleged defective performance of a legal mandate. It held that an ordinary civil appeal was unavailable because the amount in dispute was below the threshold and no fundamental legal question was invoked. Treated as a subsidiary constitutional complaint, the filing failed because it did not raise and substantiate any constitutional violation with reference to the cantonal reasoning. The court therefore did not enter into the complaint, imposed CHF 500 in court costs on the appellant, and denied party compensation to the respondent.

Omnilex-Regeste

Art. 74 Abs. 1, Art. 113 ff., Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility of a subsidiary constitutional complaint for insufficient substantiation. Where the amount in dispute does not reach the threshold for an ordinary civil appeal and no question of fundamental importance is invoked, the filing is to be treated as a subsidiary constitutional complaint. Such a complaint must identify the constitutional rights allegedly violated and, by reference to the reasoning of the challenged decision, show in a precise manner why the cantonal court's reasoning is unconstitutional. Purely appellatory assertions do not satisfy these requirements and lead to non-entry. Costs follow the outcome; a party compensation is only due if compensable expense was incurred.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4D_157/2009

Urteil vom 4. Januar 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Widmer.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Beat Hauri.

Gegenstand
Schadenersatz; Mandatsverpflichtung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkulationsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 11. November 2009.
Die Präsidentin hat in Erwägung,
dass das Obergericht des Kantons Zürich am 5. August 2009 eine Klage des Beschwerdeführers gegen den Beschwerdegegner auf Bezahlung eines Betrages von Fr. 10'600.-- nebst Zins wegen Schlechterfüllung eines Mandats als Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in zweiter Instanz abwies;
dass das Kassationsgericht des Kantons Zürich eine vom Beschwerdeführer dagegen erhobene Nichtigkeitsbeschwerde mit Zirkulationsbeschluss vom 11. November 2009 abwies soweit es darauf eintrat, im Wesentlichen mit der Begründung, der Beschwerdeführer habe nicht in einer den Anforderungen an die Begründung einer Nichtigkeitsbeschwerde genügenden Weise aufgezeigt, auf was für einem Nichtigkeitsgrund der angefochtene Entscheid beruhen solle;
dass der Beschwerdeführer beim Bundesgericht gegen diesen Zirkulationsbeschluss Beschwerde erhob, mit der er im Wesentlichen die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und die Gutheissung seiner Klage beantragt;
dass die Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. BGG angesichts des strittigen Betrages unzulässig ist (Art. 74 Abs. 1 und Art. 51 Abs. 1 lit. c BGG) und nicht geltend gemacht wird, dass die Beschwerde dennoch zulässig sei, weil sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellen würde (Art. 42 Abs. 2 BGG);
dass die Eingabe des Beschwerdeführers unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der Art. 113 ff. BGG zu behandeln ist;
dass in einer Verfassungsbeschwerde dargelegt werden muss, welche Grundrechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG);
dass die Eingabe des Beschwerdeführers keinerlei Rügen enthält, die diesen Begründungsanforderungen zu genügen vermöchten, indem er namentlich nicht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des Kassationsgerichts darlegt, weshalb dieses zu Unrecht verneint haben soll, dass er im vorinstanzlichen Verfahren einen Nichtigkeitsgrund hinreichend begründet bzw. dargetan habe, sondern sich auf eine weitschweifige und rein appellatorische Darlegung seines Standpunkts beschränkt;
dass somit auf die Beschwerde mangels rechtsgenügender Begründung nicht einzutreten ist;
dass die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);
dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist (Art. 68 Abs. 1 BGG);

im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Januar 2010
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Widmer

Schlagwörter

non-entryconstitutional complaintinsufficient reasoningamount in disputecourt costsparty compensationmandate liabilityappellate admissibility

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the filing could be treated as an admissible civil appeal under the BGG

Extrahierter Entscheid

No; the amount in dispute made the ordinary civil appeal inadmissible and no question of fundamental importance was invoked.

Extrahierte Begründung

The disputed amount fell below the statutory threshold, and the appellant did not argue any exception allowing an ordinary appeal.

Kernrechtsfrage

Whether the filing met the requirements of a subsidiary constitutional complaint

Extrahierter Entscheid

No; no constitutionally relevant objection was properly raised and substantiated with reference to the challenged reasoning.

Extrahierte Begründung

The submission did not identify any fundamental rights violation in relation to the cantonal court's reasoning, but merely repeated an appellatory view of the case.

Kernrechtsfrage

Costs and party compensation before the Federal Supreme Court

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant; no party compensation was awarded to the respondent because no reimbursable effort arose.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome, while the respondent incurred no procedural expense warranting compensation.

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