Late federal appeal in employment dispute inadmissible

4A_85/2010Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung23.02.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the employment-law appeal was filed late. The appellant received the cantonal judgment on 24 December 2009, so the 30-day period ran from 3 January 2010 to 1 February 2010. Because the appeal was posted only on 3 February 2010, it was manifestly inadmissible and no substantive review was undertaken. The court ordered the appellant to pay court costs of CHF 300.

Omnilex-Regeste

Art. 48 Abs. 1, Art. 100 Abs. 1, Art. 44 Abs. 1 and Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG; timeliness of a federal appeal. The appeal period begins upon proper receipt of the challenged decision and is computed according to the statutory rules on commencement and suspension/exclusion of time limits. An appeal handed to the post after expiry of the period is late and, where the lateness is evident from the file, the Federal Supreme Court does not enter into the matter pursuant to Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. In such case, costs are as a rule borne by the appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_85/2010

Urteil vom 23. Februar 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

A.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hansjakob Zellweger.

Gegenstand
Arbeitsvertrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 1. Dezember 2009.
In Erwägung,
dass das Obergericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 1. Dezember 2009 die von der Beschwerdeführerin gegen das Urteil des Bezirksgerichts Arbon vom 25. März / 13. Juli 2009 erhobene Berufung für teilweise begründet erklärte, die Klage im Umfang von Fr. 45'320.00 (brutto) abzüglich Fr. 6'445.90 (netto) und abzüglich Fr. 20'929.50 (netto) als erledigt abschrieb, die Klage im Übrigen teilweise schützte und die Beschwerdeführerin verpflichtete, dem Beschwerdegegner Fr. 51'280.00 (brutto) zu bezahlen, zuzüglich 5 % Zins seit 1. September 2008 auf dem Betrag von Fr. 96'000.00 (brutto) abzüglich Fr. 27'375.45.00 (netto), wobei sich der Bruttobetrag von Fr. 51'280.00 um die nachweislich abgeführten Sozialabgaben reduziere;

dass die Beschwerdeführerin mit diesem Entscheid zudem verpflichtet wurde, dem Beschwerdegegner ein wahrheitsgemässes und uncodiertes Arbeitszeugnis, die Lohnausweise 2007 und 2008 sowie die Lohnabrechnungen 2007 und 2008 mit den korrekten Sozialversicherungsabzügen auszustellen und auszuhändigen und dem Beschwerdegegner die kontoführende Pensionskasse bekannt zu geben;

dass die Beschwerdeführerin mit Rechtsschrift vom 3. Februar 2010 beim Bundesgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts vom 1. Dezember 2009 erhob;

dass die Beschwerdeführerin die Beschwerde innerhalb von dreissig Tagen nach der Zustellung des Entscheides des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 1. Dezember 2009 beim Bundesgericht einreichen oder zu dessen Handen der Post übergeben musste (Art. 48 Abs. 1, Art. 100 Abs. 1 BGG);

dass die Beschwerdeführerin den Entscheid des Obergerichts gemäss dem Empfangsschein am 24. Dezember 2009 entgegen genommen hat;

dass damit die dreissigtägige Beschwerdefrist am 3. Januar 2010 zu laufen begann (Art. 44 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG; BGE 132 II 153 E. 4) und am 1. Februar 2010 ablief;

dass die Beschwerdeschrift der Beschwerdeführerin gemäss dem Poststempel auf dem Briefumschlag am 3. Februar 2010 der Post übergeben wurde;
dass die Beschwerde somit verspätet eingereicht wurde, weshalb sie offensichtlich unzulässig ist und darauf im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Februar 2010
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Schlagwörter

appeal deadlineinadmissibilityemployment contractcourt costslate filing

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal was filed within the statutory time limit.

Extrahierter Entscheid

No. The appeal was lodged after the deadline had expired.

Extrahierte Begründung

The appellant received the cantonal judgment on 24 December 2009; the 30-day period began on 3 January 2010 and expired on 1 February 2010. The appeal was handed to the post on 3 February 2010.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs in the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

The costs are borne by the appellant.

Extrahierte Begründung

As the appeal was inadmissible, the appellant must bear the court costs under the Federal Supreme Court Act.

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