Non-payment of advance leads to inadmissibility of appeal

4A_725/2011Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung17.02.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

In a loan dispute, the appellant challenged an Obergericht order but did not pay the required federal court advance, even after a grace period. The Federal Court therefore declined to enter into the appeal under Art. 62(3) BGG. It imposed court costs of CHF 800 on the appellant and ordered him to pay the respondent CHF 1,000 in reduced party compensation for the federal proceedings.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG; non-payment of the advance on costs after expiry of the set deadline and any grace period leads to non-entry on the appeal. The court applies the consequence ex officio once the advance remains unpaid. Costs are allocated according to causation under Art. 66 Abs. 3 BGG; the successful respondent is entitled to party compensation under Art. 68 Abs. 2 and 4 BGG, which may be reduced in light of the nature and scope of the proceedings (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_725/2011

Urteil vom 17. Februar 2012
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt
Prof. Dr. Arnold Vahrenwald,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Philipp R. Sialm,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Darlehen,

Beschwerde gegen die Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, vom 3. Oktober 2011.
In Erwägung,
dass das Kantonsgericht des Kantons Zug den Beschwerdeführer mit Entscheid vom 1. September 2011 zur Zahlung von EUR 99'401.60 nebst Zins an den Beschwerdegegner verpflichtete;

dass der Beschwerdeführer diesen Entscheid beim Obergericht des Kantons Zug anfocht, das mit Präsidialverfügung vom 3. Oktober 2011 auf die Berufung nicht eintrat;

dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde beim Bundesgericht anfocht;

dass der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 23. Dezember 2011 zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 5'000.-- bis 16. Januar 2012 aufgefordert wurde;

dass der Beschwerdegegner mit Rechtsschrift vom 16. Januar 2012 die Anträge stellte, das Gesuch um aufschiebende Wirkung abzuweisen und auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen;

dass mit Präsidialverfügung vom 20. Januar 2012 das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen wurde;

dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 23. Januar 2012 gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG eine Nachfrist zur Zahlung des Kostenvorschusses bis 7. Februar 2012 angesetzt wurde, mit dem Hinweis, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, falls der Kostenvorschuss nicht fristgemäss bezahlt werde;

dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist nicht bezahlt hat, weshalb in Anwendung von Art. 62 Abs. 3 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten gemäss dem Verursacherprinzip dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 3 BGG);

dass der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner für den diesem im Zusammenhang mit dem bundesgerichtlichen Verfahren erwachsenen Aufwand eine reduzierte Parteientschädigung zu zahlen hat (Art. 68 Abs. 2 und 4 BGG; Art. 8 Abs. 3 des Reglementes über die Parteientschädigung [SR 173.110.210.3]);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Der Beschwerdeführer hat den Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'000.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Februar 2012

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Schlagwörter

advance on costsinadmissibilitynon-entryparty compensationcourt costscivil appeal

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal had to be entered into despite non-payment of the court cost advance within the deadline and grace period.

Extrahierter Entscheid

No. Because the advance payment was not made even within the extended deadline, the appeal could not be considered.

Extrahierte Begründung

Under Art. 62(3) BGG, failure to pay the required advance within the set period, including the grace period, results in non-entry.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs and compensation after inadmissibility.

Extrahierter Entscheid

The court costs were charged to the appellant, and the respondent was awarded a reduced party compensation.

Extrahierte Begründung

Costs follow the principle of causation under Art. 66(3) BGG, and the respondent was entitled to a reduced compensation for the federal proceedings under Art. 68(2) and (4) BGG and Art. 8(3) of the fee regulation.

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