Non-entry on poorly reasoned complaint; legal aid counsel refused

4A_662/2010Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung03.01.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's complaint against the Zurich cantonal cassation decision. It held that the appellant could not directly attack the labour court's non-entry order, and that his submission did not satisfy the statutory reasoning requirements, especially for constitutional complaints. The request for appointed counsel was refused because the complaint had no prospect of success. No court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 75 Abs. 1, Art. 42 Abs. 2, Art. 95, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. a/b BGG; admissibility and reasoning requirements of complaints to the Federal Supreme Court; a complaint may only challenge a cantonal final decision, and the Court examines alleged violations of federal law or constitutional rights only if they are expressly invoked and duly substantiated. Mere criticism of a lower court decision or of cantonal procedural law is insufficient. Where the complaint is manifestly deficient and hopeless, legal aid with appointed counsel must be refused under Art. 64 Abs. 1 BGG; cost waiver under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG may render a fee exemption request moot.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_662/2010

Urteil vom 3. Januar 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen den Zirkulationsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 18. Oktober 2010.
In Erwägung,
dass das Arbeitsgericht Zürich auf die vom Beschwerdeführer gegen den Beschwerdegegner erhobene Klage mit Beschluss vom 28. Mai 2009 in Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts nicht eintrat;

dass der Beschwerdeführer an das Obergericht des Kantons Zürich gelangte, das mit Beschluss vom 4. Februar 2010 seinen Rekurs abwies und den Entscheid des Arbeitsgerichts bestätigte;

dass der Beschwerdeführer den Beschluss des Obergerichts beim Kassationsgericht des Kantons Zürich anfocht, das mit Zirkulationsbeschluss vom 18. Oktober 2010 dessen Beschwerde abwies, soweit es auf sie eintrat;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 8. Dezember 2010 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, den Beschluss des Kassationsgerichts vom 18. Oktober 2010 mit Beschwerde anzufechten;

dass von vornherein nicht auf die Beschwerde eingetreten werden kann, soweit der Beschwerdeführer direkt das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Zürich kritisiert, da es sich bei dessen Beschluss nicht um ein kantonal letztinstanzliches Urteil handelt (Art. 75 Abs. 1 BGG);

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass die Anwendung und Auslegung des kantonalen Verfahrensrechts vom Bundesgericht einzig unter dem Blickwinkel eines Verstosses gegen Bundesrecht bzw. gegen Bundesverfassungsrecht überprüft werden kann (Art. 95 BGG; BGE 134 II 349 E. 3 S. 351), was aber - wie bereits festgehalten - das Vorbringen entsprechender Rügen in der Beschwerdeschrift voraussetzt;

dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 8. Dezember 2010 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt;
dass aus diesen Gründen in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit das Gesuch um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos wird;

dass das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. Januar 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementconstitutional complaintlegal aidnon-entrycourt costscantonal procedural law

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint could challenge the Arbeitsgericht's decision directly before the Federal Supreme Court.

Extrahierter Entscheid

No; the lower labour court decision was not a cantonal final judgment and could not be attacked directly.

Extrahierte Begründung

Only a cantonal final decision may be challenged; the complaint was therefore inadmissible to that extent.

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint met the reasoning requirements under the Federal Supreme Court Act.

Extrahierter Entscheid

No; the filing did not sufficiently show which rights were violated by the cantonal court.

Extrahierte Begründung

A complaint must engage with the reasoning of the challenged decision and, for constitutional rights, must expressly and specifically raise and substantiate the grievances.

Kernrechtsfrage

Whether the complaint could be examined for misapplication of cantonal procedural law.

Extrahierter Entscheid

Only within the limits of a violation of federal law or constitutional rights, which had to be properly alleged.

Extrahierte Begründung

Review of cantonal procedural law is confined to federal-law and constitutional review, but such review requires properly pleaded arguments.

Kernrechtsfrage

Whether the request for appointment of free legal counsel should be granted.

Extrahierter Entscheid

No; the complaint had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Because the complaint was manifestly insufficient and thus hopeless, the prerequisite for court-appointed counsel was absent.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged.

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed.

Extrahierte Begründung

Given the circumstances, the court waived costs; the request for exemption became moot.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.