Late appeal; no entry into proceedings

4A_535/2013Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung05.11.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the civil appeal against the Zurich Higher Court's decision was filed far outside the 30-day statutory deadline. As the decision had been served on 12 April 2013 and the appeal was posted only on 22 October 2013, the Court refused to enter into the matter. It exceptionally waived court costs and denied the respondent any party compensation because no compensable effort had been incurred.

Regest

Art. 100 Abs. 1, Art. 117, Art. 44 Abs. 1 and Art. 48 Abs. 1 BGG; timeliness of the federal appeal. The appeal period begins on the day following service or the triggering event and is preserved if the submission is handed to the Swiss Post on the last day. If the filing occurs manifestly after expiry, the Federal Supreme Court does not enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. Court costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG; party compensation under Art. 68 Abs. 1 BGG presupposes compensable procedural effort.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

4A_535/2013

Urteil vom 5. November 2013

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Versicherung Y.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Revision, Versicherungsvertrag,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 8. April 2013.

Die Präsidentin hat in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 8. April 2013 mit Eingabe vom 22. Oktober 2013 Beschwerde in Zivilsachen erhob;
dass eine Beschwerde beim Bundesgericht innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht erhoben werden muss (Art. 100 Abs. 1 und Art. 117 BGG);
dass nach Art. 44 Abs. 1 BGG Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, am folgenden Tag zu laufen beginnen und dass die Frist u.a. eingehalten ist, wenn die Eingabe am letzten Tag der Frist der Schweizerischen Post übergeben wird (Art. 48 Abs. 1 BGG);
dass der angefochtene Entscheid der Zustellungsbevollmächtigten des Beschwerdeführers gemäss Track & Trace-Beleg am 12. April 2013 zugestellt wurde;
dass die vorliegende Beschwerdeschrift am 22. Oktober 2013 der Post in Mazedonien übergeben und von der Schweizerischen Post am 24. Oktober 2013 entgegengenommen wurde und damit die Beschwerdefrist offensichtlich nicht eingehalten ist;
dass demnach auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);
dass der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, da ihr im Zusammenhang mit dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist (Art. 68 Abs. 1 BGG);

im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG erkannt:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. November 2013

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Widmer

Schlagwörter

timelinessappeal periodnon-entrycourt costsparty compensationinsurance contractrevision