Federal appeal dismissed for insufficient reasoning

4A_532/2010Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung03.11.2010Inadmissible

Zusammenfassung

The claimant appealed to the Federal Supreme Court against a cantonal labor judgment and the appellate court’s refusal to grant legal aid. The Federal Supreme Court held that the handwritten filing did not satisfy the federal pleading requirements because it did not identify concrete violations of rights or challenge the factual findings with the required precision. The complaint was therefore not entered into. In light of the circumstances, the court waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal complaint and duty of reasoning. A complaint must, with reference to the grounds of the challenged decision, set out which rights were violated; merely abstract criticism is insufficient. Alleged violations of constitutional rights are reviewed only if expressly and substantiatedly raised. The Federal Supreme Court is bound by the factual findings of the cantonal court under Art. 105 Abs. 1 BGG and may depart from them only where a manifestly incorrect finding or a legal error under Art. 95 BGG is specifically demonstrated. Failure to comply with these requirements leads to non-entry in summary procedure (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_532/2010

Urteil vom 3. November 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Bühlmann,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitsgerichtsverfahren,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, vom 24. Juni 2010.
In Erwägung,
dass das Arbeitsgericht Laufenburg mit Urteil vom 22. September 2009 auf die Gestaltungsklage des Beschwerdeführers vom 28. Februar 2009 und dessen Feststellungsklage vom 29. April 2009 nicht eintrat (Dispositiv-Ziffer 1);

dass der Beschwerdeführer diesen Entscheid beim Obergericht des Kantons Aargau anfocht, das mit Beschluss vom 24. Juni 2010 dessen Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abwies und mit Urteil vom gleichen Tag dessen Appellation abwies, wobei es aber Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Arbeitsgericht von Amtes wegen dahingehend berichtigte, dass die Klagen vom 28. Februar 2009 und vom 29. April 2009 abgewiesen wurden, soweit darauf eingetreten werden konnte;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 17. September 2010 datierte Eingabe einreichte, aus der abgeleitet werden kann, dass er das Urteil des Obergerichts vom 24. Juni 2010 mit Beschwerde anfechten will;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es davon nur abweichen kann, wenn eine Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig, mithin willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG), was die beschwerdeführende Partei präzise geltend zu machen hat;

dass die Rechtsschrift vom 17. September 2010 diesen Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);

dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. November 2010

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementnon-entrylegal aidcourt costsfederal complaint