Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

4A_515/2011Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung06.10.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged the Zurich cantonal judgment confirming the refusal of free legal aid and the order for an advance on costs. The Federal Supreme Court held that the two submissions did not satisfy the statutory reasoning requirements because they did not identify specific legal violations and did not properly contest the findings of fact. The appeal was therefore not entered into. In view of the circumstances, the court waived costs, so the request for exemption from costs became moot.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1, Art. 106 Abs. 2, Art. 105 Abs. 1 and 2, Art. 97 Abs. 1, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal appeal. The appeal must, by reference to the reasoning of the challenged decision, state concisely which rights were violated and in what respect. Alleged violations of constitutional rights are examined only if expressly invoked and substantiated; factual findings may be challenged only by precise reference to obvious error or legal defect. A submission that fails to meet these substantiation requirements is inadmissible in summary procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG (consid. 1). When court costs are waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG, a request for exemption from costs becomes moot (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_515/2011

Urteil vom 6. Oktober 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 26. August 2011.
In Erwägung,
dass der Präsident des Mietgerichts Zürich mit Verfügung vom 20. Juli 2011 das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters abwies und diesem eine Frist von zehn Tagen zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 2'500.-- ansetzte;

dass der Beschwerdeführer an das Obergericht des Kantons Zürich gelangte, das mit Urteil vom 26. August 2011 das Begehren des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung im Beschwerdeverfahren als gegenstandslos abschrieb sowie die Beschwerde abwies und die Verfügung des Mietgerichts Zürich vom 20. Juli 2011 bestätigte;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 31. August 2011 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, das Urteil des Obergerichts vom 26. August 2011 mit Beschwerde anzufechten;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht am 27. September 2011 innerhalb der dreissigtägigen Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG eine weitere Eingabe einreichte;
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 1 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es davon nur abweichen kann, wenn eine Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig, mithin willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG), was die beschwerdeführende Partei präzise geltend zu machen hat;

dass die Rechtsschriften vom 31. August und 27. September 2011 den erwähnten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügen, weshalb auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist;
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit das Gesuch um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos wird;

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Oktober 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementsfree legal aidadvance on costsconstitutional complaintscost waiver

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal met the reasoning requirements for admissibility.

Extrahierter Entscheid

The submissions of 31 August and 27 September 2011 did not sufficiently explain which rights were violated, nor did they properly challenge the factual findings.

Extrahierte Begründung

A federal appeal must identify the violations complained of and, for constitutional and factual objections, must do so expressly and precisely. Those requirements were not met.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged in the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed in the circumstances.

Extrahierte Begründung

Given the case posture, the court waived the collection of court costs; the request for exemption therefore became moot.

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