Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

4A_5/2010Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung04.02.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant's submission did not satisfy the statutory reasoning requirements for a civil appeal. He merely advanced his own factual account without showing that the cantonal court had made obviously inaccurate findings or violated federal law. The Court therefore did not enter into the appeal under the summary non-entry procedure. Federal court costs of CHF 300 were charged to the appellant, and the respondent received no party compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 105 Abs. 1-2 BGG; admissibility of the civil appeal and duty to reason. A federal appeal must engage with the grounds of the cantonal decision and, where factual findings are challenged, must specifically demonstrate manifest inaccuracy or arbitrariness; mere presentation of an alternative account of the facts is insufficient. Constitutional complaints are examined only if expressly raised and reasoned. If the submission fails these requirements, the Court does not enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG; party compensation is denied absent compensable effort under Art. 68 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_5/2010

Urteil vom 4. Februar 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Hurni.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

X.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Mietausweisung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer,
vom 15. Dezember 2009.
In Erwägung,
dass die Einzelrichterin im summarischen Verfahren des Bezirkes Zürich mit Verfügung vom 13. Oktober 2009 dem Beschwerdeführer befahl, die Gewerberäumlichkeiten in der Liegenschaft X.________strasse 42 sowie die Lagerräume in der Liegenschaft X.________strasse 44 in Zürich unverzüglich zu räumen und der Beschwerdegegnerin zu übergeben, unter Androhung von Zwangsvollstreckung im Unterlassungsfall;
dass das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 15. Dezember 2009 den vom Beschwerdeführer gegen die Ausweisungsverfügung erhobenen Rekurs abwies;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht mit Eingabe vom 28. Dezember 2009 sinngemäss beantragt, der obergerichtliche Entscheid sei aufzuheben bzw. dahingehend abzuändern, dass als Auszugstermin der 31. März 2010 festgesetzt werde;
dass das Bundesgericht von Amtes wegen prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 135 III 1 E. 1.1 S. 3);
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es davon nur abweichen kann, wenn eine Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig, mithin willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG), was die beschwerdeführende Partei präzise geltend zu machen hat;
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht im Wesentlichen damit begnügt, eine eigene Version des Sachverhalts zu behaupten, ohne darzulegen, inwiefern die davon abweichenden, tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unrichtig oder unvollständig wären;
dass der Beschwerdeführer, soweit er sich sinngemäss gegen die rechtliche Beurteilung des Sachverhalts wendet, nicht darlegt, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hätte;
dass die Eingabe des Beschwerdeführers nach dem Gesagten den Begründungsanforderungen nicht genügt und deshalb auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;
dass die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);
dass die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist (Art. 68 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Februar 2010
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Hurni

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementarbitrarinessfederal appealevictioncourt costsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal met the reasoning requirements for admissibility.

Extrahierter Entscheid

The submission did not explain, with reference to the cantonal decision, which federal rights were violated or why the factual findings were arbitrary.

Extrahierte Begründung

The appellant merely asserted his own version of the facts and failed to show any specific error in the lower court's findings or legal reasoning; the appeal was therefore obviously inadmissible under the summary non-entry procedure.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs of CHF 300 were imposed on the appellant according to the outcome.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings.

Kernrechtsfrage

Entitlement of the respondent to party compensation.

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded because the respondent incurred no compensable expense in the federal proceedings.

Extrahierte Begründung

No reimbursable effort by the respondent was shown.

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