Appeal dismissed for insufficient reasoning

4A_401/2007Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung09.10.2007Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal in an employment dispute in which the employee sought CHF 85,430.40 in damages from his former employer. The cantonal appellate court had dismissed the claim. The appellant filed a federal appeal and asked for legal aid, but his submission did not comply with the reasoning requirements of Art. 42 Abs. 2 BGG. Because he failed to identify the rights allegedly violated and did not properly argue constitutional complaints, the Court declined to enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. No court fee was imposed, rendering the request concerning costs moot.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal appeal and scope of review of constitutional complaints. A federal appeal must, by reference to the reasoning of the challenged judgment, set out which legal rights were violated; a merely appellatory critique is insufficient. The Federal Supreme Court examines alleged violations of fundamental rights and cantonal constitutional rights only if expressly invoked and substantiated. If the submission fails to satisfy these requirements, the Court does not enter into the matter. Where no court fee is levied, a request for exemption from costs becomes moot (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_401/2007 /aka

Urteil vom 9. Oktober 2007
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gebrüder A.+B. Y.________ (Kollektivgesellschaft),
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr. Hans Beeli.

Gegenstand
Arbeitsvertrag,

Beschwerde in Zivilsachen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern, I. Kammer als Appellationsinstanz, vom 11. September 2007.

Der Präsident hat in Erwägung,
dass das Obergericht des Kantons Luzern mit Urteil vom 11. September 2007 die vom Beschwerdeführer gegen seine ehemalige Arbeitgeberin, die Beschwerdegegnerin, erhobene Klage auf Zahlung von Fr. 85'430.40 Schadenersatz abwies;

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. Oktober 2007 beim Bundesgericht erklärte, das Urteil des Obergerichts mit Beschwerde anfechten zu wollen, und das Gesuch stellte, ihm für das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren;

dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 1. Oktober 2007 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf seine Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);

dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit das Gesuch um Befreiung von den Gerichtskosten gegenstandslos wird;

erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, I. Kammer als Appellationsinstanz, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 9. Oktober 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

employment disputeadmissibilityreasoned appealconstitutional complaintlegal aidcourt fees