Non-entry for failure to pay advance on costs

4A_377/2011Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung11.10.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant appealed a decision of the Zurich Commercial Court and asked for legal aid in the federal proceedings. The Federal Supreme Court denied legal aid, ordered an advance on costs, and granted an extension after the first deadline expired. Because the appellant still failed to pay within the extended period, the Court declared the appeal inadmissible under Art. 62(3) BGG. Federal court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded to the respondents.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG; Nichtleistung des Kostenvorschusses trotz angesetzter Nachfrist führt zum Nichteintreten auf die Beschwerde. Wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen und der verlangte Vorschuss innert Frist nicht bezahlt, ist das Rechtsmittel ohne materielle Prüfung als unzulässig abzuschreiben; die Gerichtskosten sind nach Art. 66 Abs. 1 BGG der unterliegenden Partei aufzuerlegen. Bei fehlendem Aufwand der Gegenpartei entfällt eine Parteientschädigung.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_377/2011

Urteil vom 11. Oktober 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch, als Einzelrichterin,
Gerichtsschreiber Gelzer.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
Beschwerdeführer,

gegen

  1. X.________ AG,
  2. Y.________ AG,
  3. Schweizerische Eidgenossenschaft,
  4. Z.________ AG,
    alle vier vertreten durch Fürsprecher Jürg Müller,
    Beschwerdegegnerinnen.

Gegenstand
unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen den Beschluss des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 11. Mai 2011.
In Erwägung,
dass der Beschwerdeführer am 14. Juni 2011 Beschwerde in Zivilsachen gegen den Beschluss des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 14. Mai 2011 erhob und gleichzeitig das Gesuch stellte, es sei ihm für das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren;
dass das Bundesgericht dieses Gesuch mit Verfügung vom 18. August 2011 abwies und dem Beschwerdeführer am 23. August 2011 Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 10'000.-- ansetzte;
dass der Beschwerdeführer den ihm auferlegten Kostenvorschuss auch innerhalb der mit Verfügung vom 14. September 2011 angesetzten Nachfrist nicht geleistet hat, weshalb gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);
dass den Beschwerdegegnerinnen keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, da ihnen durch das bundesgerichtliche Verfahren kein Aufwand erwachsen ist;

erkennt die Einzelrichterin im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Handelsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. Oktober 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Rottenberg Liatowitsch

Der Gerichtsschreiber: Gelzer

Schlagwörter

legal aidadvance on costsnon-entryinadmissibilitycourt costscivil appeal

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had to be dismissed for failure to pay the required advance on costs after denial of legal aid.

Extrahierter Entscheid

Because the appellant did not pay the advance on costs even within the extended deadline, the Court could not examine the appeal and had to decline to enter into it.

Extrahierte Begründung

Under Art. 62(3) BGG, non-payment of the ordered advance on costs after expiry of the additional time limit leads to non-entry.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs and party compensation.

Extrahierter Entscheid

The federal court costs were imposed on the appellant; no party compensation was awarded to the respondents because they incurred no reimbursable effort.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG, while no compensation is due absent any necessary procedural effort by the respondents.

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