Federal appeal inadmissible; legal aid denied

4A_359/2011Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung20.06.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the tenant’s complaint against the cantonal non-entry decision. It held that the appellant could not directly attack the first-instance tenancy judgment because it was not a last cantonal decision, and his filing did not meet the federal reasoning requirements. The request for suspensive effect became moot. Free legal aid was refused because the appeal was hopeless, and court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 75 Abs. 1, Art. 42 Abs. 1, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. a/b BGG; admissibility and reasoning of the federal complaint against a cantonal non-entry decision. A federal appeal may be directed only against a last cantonal decision; criticism of the first-instance judgment is inadmissible. The appellant must, in reference to the reasoning of the challenged decision, show which rights were violated; constitutional grievances are examined only if expressly raised and substantiated. A manifestly insufficiently reasoned filing justifies non-entry under the simplified procedure. Legal aid is refused if the remedy lacks prospects of success (Art. 64 Abs. 1 BGG). Court costs are borne by the losing party (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_359/2011

Urteil vom 20. Juni 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marcel Engelmayer,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 29. April 2011.
In Erwägung,
dass das Mietgericht Zürich mit Entscheid vom 15. Dezember 2010 die Kündigung des möblierten Zimmers Nr. 34 an der X.________strasse 21 in xxx Zürich vom 19. März 2010 für gültig erklärte, das Mietverhältnis letztmals bis 31. August 2010 erstreckte und das Begehren um Mietzinsreduktion für die Zeit vom 25. Februar 2002 bis 31. August 2010 abwies;

dass der Beschwerdeführer diesen Entscheid mit Berufung anfocht, auf welche das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 29. April 2011 nicht eintrat, weil der Beschwerdeführer den von ihm verlangten Kostenvorschuss nicht bezahlt hatte;

dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 6. Juni 2011 datierte Eingabe einreichte, aus der abgeleitet werden kann, dass er den Beschluss des Obergerichts beim Bundesgericht anfechten will;

dass auf die Beschwerde von vornherein nicht einzutreten ist, soweit damit der Entscheid des Mietgerichts kritisiert wird, da es sich dabei nicht um ein letztinstanzliches Urteil im Sinne von Art. 75 Abs. 1 BGG handelt;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 1 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 6. Juni 2011 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt;

dass aus diesen Gründen auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist;

dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird;

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit des Rechtsbegehrens abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);
dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Juni 2011
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementlegal aidcourt coststenancycost advancenon-entry

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal against the cantonal non-entry decision was admissible despite defective reasoning and lack of a final judgment challenge.

Extrahierter Entscheid

The appeal was inadmissible because the complaint did not satisfy the statutory reasoning requirements and could not challenge the first-instance judgment directly.

Extrahierte Begründung

The challenged Mietgericht judgment was not a final decision of the last cantonal instance, and the filing failed to specify any violated rights or properly raise constitutional complaints.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal aid before the Federal Supreme Court.

Extrahierter Entscheid

Free legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

An obviously inadmissible or hopeless filing does not meet the requirements for legal aid.

Kernrechtsfrage

Whether the request for suspensive effect remained pending.

Extrahierter Entscheid

The request became moot with the decision on the merits.

Extrahierte Begründung

Once the court issued the inadmissibility decision, no separate interim protection issue remained.

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