Non-entry for insufficiently reasoned civil appeal

4A_191/2011Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung16.05.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant's filing did not satisfy the statutory reasoning requirements for a civil appeal because it did not engage with the cantonal court's grounds and relied on facts outside the record. The court therefore did not enter into the appeal. The request for suspensive effect became moot. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, and the respondent was denied party compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a civil appeal and reasoning duty. A complaint must, by reference to the contested decision, set out in a reasoned manner which rights were violated; mere disagreement or a recitation of facts is insufficient. Alleged violations of constitutional rights are examined only if expressly invoked and substantiated. The Federal Supreme Court is bound by the factual findings of the cantonal authority unless these are challenged in a precise and legally adequate manner. If the appeal manifestly lacks sufficient reasoning, non-entry is ordered under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; ancillary requests such as suspensive effect then become moot (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_191/2011

Urteil vom 16. Mai 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Hurni.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

X.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Darlehen,

Beschwerde gegen den Beschluss und das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 10. Februar 2011.
In Erwägung,
dass das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss und Urteil vom 10. Februar 2011 die von der Beschwerdegegnerin gegenüber dem Beschwerdeführer in Betreibung gesetzte Forderung von Fr. 110'000.-- nebst Zins seit 1. Januar 2007 im Fr. 41'731.21 nebst Zins zu 5% seit 30. April 2008 sowie Fr. 6'560.50 (aufgelaufener Zins von 1. Januar 2007 bis 29. April 2008) übersteigenden Betrag aberkannte, im Übrigen die Aberkennungsklage des Beschwerdeführers abwies und diesen zur Zahlung der genannten Beträge an die Beschwerdegegnerin verurteilte;
dass der Beschwerdeführer mit vom 23. März 2011 datierender Eingabe an das Bundesgericht gelangte, aus der sich ergibt, dass er den Entscheid des Obergerichts mit Beschwerde in Zivilsachen anfechten und um die Erteilung der aufschiebenden Wirkung ersuchen will;
dass das Bundesgericht von Amtes wegen prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 135 III 329 E. 1 S. 331);
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es davon nur abweichen kann, wenn eine Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig, mithin willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG), was die beschwerdeführende Partei präzise geltend zu machen hat;
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht mit den Erwägungen der Vorinstanz nicht hinreichend auseinander setzt und sich zudem auf Tatsachen stützt, welche dem angefochtenen Entscheid nicht zu entnehmen sind;
dass seine Ausführungen den Begründungsanforderungen nach Art. 42 Abs. 2 BGG damit offensichtlich nicht genügen, so dass auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird;
dass die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);
dass die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist (Art. 68 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Mai 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Hurni

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementnon-entrycivil appealsuspensive effectcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the civil appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42(2) BGG and Art. 106(2) BGG.

Extrahierter Entscheid

The appellant did not sufficiently engage with the cantonal court's reasoning and relied on facts not contained in the challenged decision.

Extrahierte Begründung

Because the appeal failed to specify, with reference to the contested reasoning, which rights were violated and did not properly challenge the factual findings, the statutory pleading requirements were not met.

Kernrechtsfrage

Whether the request for suspensive effect should be granted.

Extrahierter Entscheid

The request became moot once the court decided not to enter into the appeal.

Extrahierte Begründung

The main proceedings were terminated by the non-entry decision, leaving no separate live issue.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs and party compensation.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant; the respondent received no party compensation.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings, and the respondent incurred no compensable expense in the federal proceedings.

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