Inadmissibility of complaint against interlocutory decision

4A_183/2013Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung29.04.2013Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The claimant appealed to the Federal Supreme Court after the Basel-Stadt Appellationsgericht refused to hear his appeal against a first-instance interlocutory ruling that Spanish law governs the liability dispute. The Federal Supreme Court held that the challenged decision was interlocutory, not final, and that neither irreparable legal harm nor the special expedited condition for immediate review was shown. It therefore did not enter into the complaint, rejected the request for free legal aid as hopeless, and imposed court costs of CHF 500 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; admissibility of complaints against interlocutory decisions. A cantonal decision that does not terminate the proceedings is an interlocutory decision and may be challenged before the Federal Supreme Court only if the appellant substantiates either irreparable legal prejudice within the meaning of Art. 93(1)(a) BGG or the requirements of Art. 93(1)(b) BGG. Irreparable prejudice must be of a legal nature and cannot be fully remedied by a later favorable final judgment (consid. 1). Mere procedural inconvenience or the need to await the final judgment is insufficient. If neither exception is met, the complaint is manifestly inadmissible and may be dealt with under Art. 108(1)(a) BGG. Hopeless proceedings exclude free legal aid under Art. 64(1) BGG; costs are borne by the losing party under Art. 66(1) BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_183/2013

Urteil vom 29. April 2013
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Advokat Dominik Zehntner,
Beschwerdeführer,

gegen

Versicherung Y.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Sabina Naegeli,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Versicherungsvertrag,

Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, vom 11. März 2013.

In Erwägung,
dass der Beschwerdeführer am 18. April 2011 beim Zivilgericht des Kantons Basel-Stadt gegen die Beschwerdegegnerin Klage auf Zahlung von Fr. 30'000.-- erhob;
dass das Zivilgericht mit Verfügung vom 12. Juni 2012 das Verfahren vorerst auf die Frage beschränkte, ob für die haftungsrechtliche Beurteilung des Ereignisses vom 14. Dezember 1997 schweizerisches oder spanisches Recht zur Anwendung kommt;
dass das Zivilgericht mit Zwischenentscheid vom 26. Oktober 2012 feststellte, dass spanisches Recht zur Anwendung kommt;
dass der Beschwerdeführer an das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt gelangte, das mit Entscheid vom 11. März 2013 auf dessen Berufung nicht eintrat;
dass der Beschwerdeführer den Entscheid des Appellationsgerichts am 11. April 2013 mit Beschwerde beim Bundesgericht anfocht und dessen Aufhebung und die Verpflichtung des Appellationsgerichts beantragte, auf die Berufung einzutreten und diese materiell zu behandeln;
dass das Bundesgericht von Amtes wegen prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 138 III 471 E. 1; 137 III 417 E. 1; 136 II 101 E. 1);
dass sich die Beschwerde entgegen der in der Beschwerdeschrift geäusserten Auffassung nicht gegen einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG, sondern gegen einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG richtet (vgl. BGE 137 III 380 E. 1.1);
dass ein solcher Entscheid nur dann angefochten werden kann, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG);
dass die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG offensichtlich nicht gegeben sind;
dass nach ständiger Praxis der nicht wieder gutzumachende Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ein Nachteil rechtlicher Natur sein muss, der auch durch einen späteren günstigen Endentscheid nicht oder nicht gänzlich beseitigt werden kann (BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47; 137 III 380 E. 1.2.1 S. 382);
dass ein solcher Nachteil im vorliegenden Fall ausscheidet, weshalb auch die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG nicht gegeben sind;
dass aus diesen Gründen auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);
dass die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. April 2013

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Schlagwörter

admissibilityinterlocutory decisionirreparable harmlegal aidcourt costsconflict of laws

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint was admissible against the cantonal decision on the interlocutory conflict-of-laws ruling.

Extrahierter Entscheid

The decision was an interlocutory decision, and none of the statutory exceptions allowing an immediate complaint were met.

Extrahierte Begründung

The challenged ruling was not a final decision. The prerequisites of neither irreparable legal harm under Art. 93(1)(a) BGG nor immediate final disposition and saving of extensive evidence-taking under Art. 93(1)(b) BGG were satisfied.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal aid in the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

Legal aid was refused because the complaint had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Since the complaint was manifestly inadmissible, it was hopeless within the meaning of Art. 64(1) BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs in the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant in the amount of CHF 500.

Extrahierte Begründung

As the complaint was not entered into, the losing party had to bear the costs under Art. 66(1) BGG.

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