Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

4A_180/2008Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung14.05.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The claimant appealed to the Federal Supreme Court after losing a CHF 63,515 damages action in the district court and before the cantonal court. The federal appeal, however, merely announced the challenge without setting out, in a legally adequate manner, which rights had allegedly been violated by the cantonal judgment. The court held that the reasoning requirements were not met and therefore declined to enter into the appeal. Given the circumstances, it also waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a federal appeal. The appellant must, by reference to the reasoning of the challenged decision, state in a substantiated manner which rights were violated; mere announcement of an appeal is insufficient. Alleged violations of fundamental rights or cantonal constitutional rights are examined only if expressly invoked and reasoned. Failure to comply with these requirements leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Where the circumstances justify it, court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_180/2008 /len

Urteil vom 14. Mai 2008
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Bieler.

Gegenstand
Schadenersatzforderung,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts
von Graubünden, Zivilkammer, vom 9. April 2008.

In Erwägung,
dass die von der Beschwerdeführerin gegen die Beschwerdegegnerin erhobene Klage auf Zahlung von Fr. 63'515.-- vom Bezirksgericht Prättigau/Davos mit Urteil vom 13. Dezember 2007 abgewiesen wurde, soweit darauf eingetreten werden konnte;
dass die Beschwerdeführerin gegen dieses Urteil Berufung erhob, die vom Kantonsgericht von Graubünden mit Urteil vom 9. April 2008 abgewiesen wurde;
dass die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht eine vom 11. April 2008 datierte Eingabe einreichte, in der sie erklärte, gegen dessen Urteil vom 9. April 2008 Beschwerde zu erheben;
dass das Kantonsgericht die Eingabe der Beschwerdeführerin am 16. April 2008 dem Bundesgericht zustellte;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 11. April 2008 diesen Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden, Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 14. Mai 2008
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Corboz Huguenin

Schlagwörter

inadmissibilityreasoned appealfundamental rightsnon-entrycourt costs