Appeal inadmissible for insufficient reasoning

4A_159/2013Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung01.05.2013Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant’s challenge to the cancellation of his supplementary health insurance policies because the appeal did not meet the federal reasoning requirements. The appellant failed to identify concrete violations or engage with the cantonal court’s decisive reasoning, including the validity of the guardian’s cancellation. The Court exceptionally waived court costs and denied any party compensation to the respondent.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a federal appeal; the appellant must, with reference to the grounds of the challenged decision, specifically indicate which rights were violated and, in the case of constitutional rights, must expressly raise and substantiate the complaint. Mere criticism or abstract questioning of the result is insufficient. If the submissions do not engage with the decisive reasoning of the cantonal judgment, the Federal Supreme Court will not enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs may exceptionally be waived under Art. 66(1) BGG; compensation is denied where the respondent incurred no recoverable expense (Art. 68(1) BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_159/2013

Urteil vom 1. Mai 2013
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Versicherung Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Zusatzversicherung VVG, Kündigung,

Beschwerde gegen das Urteil des
Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich, I. Kammer, vom 28. Februar 2013.

Die Präsidentin hat in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer bei der Beschwerdegegnerin über verschiedene VVG-Zusatzversicherungen zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung verfügte und seine Beiständin am 27. September 2012 sämtliche Zusatzversicherungen kündigte;
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. Oktober 2012 beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Klage gegen die Beschwerdegegnerin erhob mit dem Begehren, letztere sei zu verpflichten, ihn auch weiterhin im Rahmen der bisherigen Zusatzversicherungen zu versichern;
dass das Sozialversicherungsgericht diese Klage mit Urteil KK.2012.00041 vom 28. Februar 2013 abwies;
dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid mit Eingaben vom 17. März, 15. April und 28. April 2013 beim Bundesgericht Beschwerde erhob;
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 1 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die genannten Eingaben diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügen, indem der Beschwerdeführer darin keine rechtsgenügend begründeten Rügen gegen den angefochtenen Entscheid erhebt, in denen er sich hinreichend mit den entscheidwesentlichen Ausführungen der Vorinstanz auseinandersetzen und darlegen würde, weshalb und inwiefern der darauf gestützte Entscheid Rechte des Beschwerdeführers verletzen soll;
dass dies insbesondere auch soweit gilt, als der Beschwerdeführer bloss die Frage aufwirft, mit welchem Recht seine Zusatzversicherungen von dritter Seite gekündigt worden seien, ohne sich mit der vorinstanzlichen Erwägung auseinanderzusetzen, wonach die Kündigung durch die Beiständin rechtsgültig sei;
dass somit auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist;
dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);
dass die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist (Art. 68 Abs. 1 BGG);

im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, I. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. Mai 2013

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Widmer

Schlagwörter

supplementary insuranceadmissibilityreasoned appealconstitutional complaintguardiannon-entrycourt costsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was sufficiently reasoned to be admissible under Art. 42(1) and Art. 106(2) BGG.

Extrahierter Entscheid

The submissions did not contain legally sufficient reasons or address the decisive findings of the cantonal court; the appeal could not be examined on the merits.

Extrahierte Begründung

A federal appeal must explain which rights were violated and, for constitutional rights, must raise and substantiate the complaint expressly. The appellant failed to engage with the cantonal reasoning, including the finding that the guardian’s cancellation was valid.

Kernrechtsfrage

Whether court costs and party compensation should be awarded.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged and no party compensation was granted.

Extrahierte Begründung

The court exceptionally waived costs under Art. 66(1) BGG and denied compensation because the respondent incurred no recoverable expense in the federal proceedings.

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