Non-entry for insufficiently reasoned civil appeal

4A_151/2007Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung15.06.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant sought federal review of an Appellationsgericht order refusing legal aid for his appeal in a civil damages case against an insurer. The Federal Supreme Court held that the filing did not satisfy the reasoning requirements of a civil appeal because it primarily criticized the first-instance judgment and did not adequately address why the challenged order was unlawful. The court therefore did not enter into the case. Exceptionally, it waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements of reasoning in the civil appeal. A submission must, in a concise and targeted manner, show in what respect the challenged decision infringes federal law; mere criticism of the judgment below is insufficient. Alleged violations of fundamental rights are examined only if specifically invoked and substantiated. If the appeal fails to address the decisive considerations of the lower court, the Federal Supreme Court does not enter into the matter. Exceptionally, court costs may be dispensed with under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_151/2007 /len

Urteil vom 15. Juni 2007
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde in Zivilsachen gegen die Verfügung des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 27. März 2007.

Das präsidierende Mitglied hat in Erwägung,
dass die vom Beschwerdeführer gegen die X.________ Lebens-Versicherungs-Gesellschaft erhobene Klage auf Zahlung von Fr. 37'160.85 nebst 5 % Zins vom Zivilgericht Basel-Stadt mit Urteil vom 26. Januar 2006 abgewiesen wurde;
dass der Beschwerdeführer dieses Urteil mit Appellation beim Appellationsgericht Basel-Stadt anfocht, wobei er an seinem Klagebegehren festhielt und das Gesuch stellte, es sei ihm für das zweitinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege samt Rechtsbeistand zu gewähren;
dass das Appellationsgericht Basel-Stadt das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung des Kostenerlasses mit Verfügung vom 27. März 2007 mit der Begründung abwies, die Appellation müsse als aussichtslos bezeichnet werden;
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. April 2007 beim Bundesgericht erklärte, die Verfügung des Appellationsgerichts vom 27. März 2007 mit staatsrechtlicher Beschwerde anzufechten;
dass die angefochtene Verfügung nach dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) ergangen ist, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers aufgrund des BGG zu beurteilen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG);
dass die Eingabe des Beschwerdeführers als Beschwerde in Zivilsachen im Sinne der Art. 72 ff. BGG zu behandeln ist, da der massgebende Streitwert mehr als Fr. 30'000.-- beträgt (Art. 74 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG);
dass in einer Beschwerde in Zivilsachen dargelegt werden muss, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), und zu beachten ist, dass das Bundesgericht die Verletzung von Grundrechten nur insofern prüft, als eine entsprechende Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Eingabe des Beschwerdeführers diesen Anforderungen nicht genügt, weil der Beschwerdeführer damit das erstinstanzliche Urteil des Zivilgerichts Basel-Stadt vom 26. Januar 2007 kritisiert und jedenfalls nicht in ausreichendem Masse darlegt, inwiefern die angefochtene Verfügung des Appellationsgerichts vom 27. März 2007 mit der Annahme, die Appellation sei aussichtslos, gegen Bestimmungen des Bundesrechts verstossen soll;
dass damit auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. Juni 2007
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

legal aidinadmissibilityreasoning requirementshopeless appealcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint against the denial of legal aid was sufficiently reasoned to be heard as a civil appeal.

Extrahierter Entscheid

The filing did not meet the statutory reasoning requirements because it attacked the first-instance judgment rather than showing how the challenged appellate order violated federal law.

Extrahierte Begründung

A civil appeal must explain how the challenged decision violates law; review of fundamental rights requires specific invocation and substantiation. The submissions failed to address the appellate court's finding that the appeal was hopeless.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged for the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed exceptionally.

Extrahierte Begründung

The court exercised discretion under the Federal Supreme Court Act to dispense with costs.

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