Non-entry for insufficient reasoning; legal aid denied

4A_135/2009Bundesgericht / I. zivilrechtliche Abteilung04.05.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant’s filing did not satisfy the federal substantiation requirements because it failed to identify and reason specific violations of federal or constitutional rights. It therefore did not enter into the appeal. The request for a stay became moot, and legal aid was denied because the appeal was hopeless. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2, Art. 95 and Art. 106 Abs. 2 BGG; non-entry for insufficient reasoning of the federal appeal. A party must, with reference to the challenged decision, specifically indicate which rights were violated and, where constitutional rights are invoked, expressly raise and substantiate such grievances; the Federal Supreme Court does not examine them ex officio. Review of the application of cantonal procedural law is limited to breaches of federal law or constitutional rights and likewise presupposes properly reasoned complaints. Where this requirement is not met, the appeal is inadmissible under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Legal aid is to be refused if the proceedings have no prospects of success (Art. 64 Abs. 1 BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
4A_135/2009

Urteil vom 4. Mai 2009
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

X.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Henrik Kaestlin.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 3. März 2009.

In Erwägung,
dass die Beschwerdeführerin auf Klage der X.________ AG vom Bezirksgericht Zürich mit Urteil vom 8. April 2008 zur Zahlung von Fr. 53'674.70 nebst Zins verpflichtet wurde;
dass die Beschwerdeführerin mit Berufung an das Obergericht des Kantons Zürich gelangte, das von ihr in Anwendung von § 73 Ziff. 4 ZPO ZH die Bezahlung einer Prozesskaution verlangte;
dass die Beschwerdeführerin darauf ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege stellte, das vom Obergericht mit Beschluss vom 26. September 2008 abgewiesen wurde;
dass die Beschwerdeführerin diesen Beschluss mit kantonaler Nichtigkeitsbeschwerde anfocht, die vom Kassationsgericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 5. Februar 2009 abgewiesen wurde;
dass das Obergericht mit Beschluss vom 3. März 2009 auf die Berufung der Beschwerdeführerin nicht eintrat, weil sie die von ihr verlangte Prozesskaution nicht innerhalb der angesetzten Frist bezahlt hatte;
dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht eine nicht datierte, am 16. März 2009 der Post übergebene Beschwerdeschrift einreichte mit den Anträgen, die Beschlüsse des Obergerichts und den Beschluss des Kassationsgerichts aufzuheben;
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Anwendung des kantonalen Zivilprozessrechts durch die kantonalen Gerichte vom Bundesgericht einzig unter dem Blickwinkel eines Verstosses gegen Bundesrecht bzw. gegen Bundesverfassungsrecht überprüft werden könnte (Art. 95 BGG; BGE 133 III 462 E. 2.3 S. 466; BGE 134 II 349 E. 3 S. 351), was aber - wie bereits festgehalten - das Vorbringen entsprechender Rügen in der Beschwerdeschrift voraussetzen würde;
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 16. März 2009 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird;
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);
dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht und dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Mai 2009
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Schlagwörter

inadmissibilitylegal aidsubstantiation requirementappeal depositnon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal met the substantiation requirements under Art. 42(2) and 106(2) BGG

Extrahierter Entscheid

The appeal did not sufficiently explain which federal rights were violated and raised no properly reasoned constitutional complaints.

Extrahierte Begründung

Federal review of cantonal civil procedure and constitutional rights requires specific, reasoned objections in the appeal brief; this was absent.

Kernrechtsfrage

Whether the request for legal aid should be granted

Extrahierter Entscheid

Legal aid was refused because the appeal was hopeless.

Extrahierte Begründung

Since the appeal was manifestly insufficiently reasoned and thus inadmissible, the claims lacked prospects of success.

Kernrechtsfrage

Whether the request for a stay became moot

Extrahierter Entscheid

The stay request became moot once the case was decided.

Extrahierte Begründung

The final decision on the appeal eliminated the need for provisional suspension.

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