Revision request inadmissible for insufficient grounds

2F_9/2011Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung21.06.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X.________ filed a revision request on 9 June 2011 seeking to set aside two earlier Federal Supreme Court judgments. The II. public law division held that he did not invoke any admissible revision ground under the Federal Supreme Court Act and that his references to the ECHR and ECtHR case law did not establish one. The court therefore declined to enter into the request and ordered him to pay court costs of CHF 1,500. It also warned him that similar submissions in the same matter may be left unanswered.

Omnilex-Regeste

Art. 121-123, 124 and 42 Abs. 2 BGG; revision of Federal Supreme Court judgments: revision is only available on the exhaustively enumerated grounds and must be invoked with proper reasoning and within time. General references to the ECHR or to ECtHR case law do not by themselves establish a revision ground. If the application lacks an admissible ground and sufficient substantiation, the Court will not enter into it; court costs are borne by the applicant under Art. 66 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2F_9/2011

Urteil vom 21. Juni 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichter Karlen, Donzallaz,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, Obstgartenstrasse 19/21, 8090 Zürich,
Gesuchsgegnerin,

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Kammer, Militärstrasse 36, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung als Arzt.

Revisionsgesuch gegen die Urteile des Schweizerischen Bundesgerichts 2P.231/2006 vom 10. Januar 2007 sowie P 654/1987 vom 22. Oktober 1987.

Erwägungen:

1.
X.________ gelangte am 9. Juni 2011 mit einem als "Revision" bezeichneten Schreiben an das Bundesgericht. Unter Bezugnahme auf Art. 121 und 122 BGG sowie Art. 6 Ziff. 1, Art. 13, 41 und 46 Ziff. 1 EMRK stellt er den Antrag, die bundesgerichtlichen Urteile 2P.231/2006 vom 10. Januar 2007 und P 654/1987 vom 22. Oktober 1987 seien aufzuheben. Die an die strafrechtliche Abteilung adressierte Eingabe ist von der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung entgegengenommen worden.

2.
Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (Art. 61 BGG). Das Gericht kommt darauf bloss zurück, wenn einer der in den Art. 121 bis 123 BGG abschliessend aufgezählten Revisionsgründe vorliegt bzw. form- (Art. 42 Abs. 2 BGG) und fristgerecht (Art. 124 BGG) geltend gemacht wird. Den Ausführungen des Gesuchstellers zur EMRK, zu den sich daraus ergebenden Verpflichtungen der Schweiz sowie zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) Kraska gegen Schweiz vom 19. April 1993 (Serie A, Bd. 254 B) lässt sich selbst nicht ansatzweise entnehmen, inwiefern ein Revisionsgrund vorliegen könnte. Was namentlich das erwähnte Urteil des EGMR betrifft, ist dem Gesuchsteller schon mehrfach erläutert worden, warum sich daraus kein Revisionsgrund ergibt (s. etwa Urteil 2F_8/2008 vom 4. November 2008 E. 2.3).

Auf das einer tauglichen Begründung entbehrende Revisionsgesuch ist nicht einzutreten. Die damit verbundenen Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz und Abs. 3 BGG).

3.
Der Gesuchsteller ist erneut darauf hinzuweisen, dass vorbehalten bleibt, Eingaben ähnlicher Art in derselben Angelegenheit unbeantwortet abzulegen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. Juni 2011
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Schlagwörter

revisioninadmissibilityreasoning requirementfinalitycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revision request against the prior Federal Supreme Court judgments was admissible and sufficiently reasoned.

Extrahierter Entscheid

The request did not identify any statutory ground for revision and lacked a legally adequate reasoning.

Extrahierte Begründung

Federal Supreme Court judgments become final upon issuance; revision is available only for exhaustively listed grounds under Arts. 121-123 BGG and must be properly reasoned and timely. The applicant’s references to the ECHR and the ECtHR case law did not even remotely show a revision ground.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs for the inadmissible revision request.

Extrahierter Entscheid

The applicant must bear the court costs.

Extrahierte Begründung

Because the revision request was inadmissible, the costs were imposed on the applicant under Art. 66 BGG.

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