Revision of Federal Court non-entry decision inadmissible

2F_8/2013Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung08.05.2013Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. sought revision of Federal Supreme Court judgment 2C_299/2013, which had itself dismissed her complaint by non-entry in a residence-permit/removal dispute. The Court held that the revision filing failed to allege any statutory ground directed at the non-entry reasons of the earlier judgment. It therefore did not enter into the revision request, refused free legal aid because the request was hopeless, and imposed court costs of CHF 600 on the applicant.

Omnilex-Regeste

Art. 61 BGG, Art. 121 ff. BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment is admissible only on statutory grounds and must be directed against the reasoning of the challenged decision. Where the prior judgment is a non-entry decision, the revision request must specifically relate to the non-entry grounds; it is insufficient merely to contest the Court’s application of Art. 42 Abs. 2 BGG or to reargue the underlying complaint. If no revision ground is even prima facie substantiated, the Court may decide without exchange of written submissions. Manifestly hopeless revision requests preclude legal aid under Art. 64 BGG; costs are borne by the unsuccessful party under Art. 66 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2F_8/2013

Urteil vom 8. Mai 2013
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichter Donzallaz,
Bundesrichter Stadelmann,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchstellerin,

gegen

Departement des Innern des Kantons Solothurn, vertr. durch Migration und Schweizer Ausweise, Ambassadorenhof, 4509 Solothurn,
Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn, Amthaus 1, 4500 Solothurn.

Gegenstand
Aufenthaltsbewilligung,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2C_299/2013 vom 4. April 2013.

Nach Einsicht
in das Urteil 2C_299/2013 vom 4. April 2013, womit das Bundesgericht auf eine Beschwerde von X.________ nicht eintrat, die sich gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 6. März 2013 richtete, welches seinerseits auf ein Revisionsgesuch gegen sein früheres Urteil vom 14. September 2012 betreffend Aufenthaltsbewilligung/Wegweisung nicht eingetreten war,
in die als "Nichtigkeitsbeschwerde bzw. Revisionsklage gegen das Urteil 2C_299/2013 des Bundesgerichts vom 4. April 2013" bezeichnete Eingabe von X.________,
in Erwägung,
dass Entscheide des Bundesgerichts am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft erwachsen (Art. 61 BGG) und das Bundesgericht darauf nur zurückkommen kann, wenn einer der gesetzlichen Revisionsgründe vorliegt bzw. formgerecht angerufen wird (Art. 121 ff. BGG),
dass es sich beim Urteil 2C_299/2013, dessen Revision die Gesuchstellerin beantragt, um einen Nichteintretensentscheid handelt, der auf der Begründung beruht, dass mit der Beschwerde nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) genügenden Weise aufgezeigt worden sei, inwiefern das Revisionsgründe verneinende Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 6. März 2013 schweizerisches Recht verletzt, namentlich in verfassungswidriger Weise kantonales Verfahrensrecht missachtet habe,
dass ein allfälliger Revisionsgrund Umstände beschlagen müsste, die diese Nichteintretensbegründung betreffen, wobei nicht einfach die falsche Anwendung von Art. 42 Abs. 2 BGG bzw. eine unzutreffende Beurteilung der seinerzeitigen Beschwerdeschrift im Lichte dieser Bestimmung geltend gemacht werden kann,
dass die Ausführungen der Gesuchstellerin im vorliegenden Revisionsgesuch auch nicht ansatzweise erkennen lassen, inwiefern das Bundesgericht mit seinem Nichteintretensentscheid bzw. den entsprechenden Erwägungen einen gesetzlichen Revisionsgrund gesetzt haben könnte,

dass auch ungeachtet der Ausführungen in der Rechtsschrift unerfindlich bleibt, inwiefern in Bezug auf das beschränkte Prozessthema ein Revisionsgrund vorliegen könnte,
dass mithin - ohne Schriftenwechsel oder andere Instruktionsmassnahmen - auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten ist,
dass das Revisionsgesuch von vornherein aussichtslos erschien und schon darum dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und (eventuell) unentgeltliche Verbeiständung nicht entsprochen werden kann (Art. 64 BGG),
dass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) der Gesuchstellerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 erster Satz und Abs. 3 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Mai 2013

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Schlagwörter

revisionnon-entry decisionlegal aidcourt costsresidence permitinadmissibility

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request for revision of judgment 2C_299/2013 was admissible.

Extrahierter Entscheid

The request did not invoke any statutory revision ground in a form that could be reviewed, so the Court would not enter into it.

Extrahierte Begründung

Federal Court judgments become final on the day they are issued; revision is only possible on statutory grounds. The applicant merely challenged the earlier non-entry reasoning and the application of Art. 42(2) BGG, which is not a revision ground.

Kernrechtsfrage

Whether the applicant was entitled to free legal assistance and representation.

Extrahierter Entscheid

No, because the revision request was manifestly hopeless.

Extrahierte Begründung

Since the request had no prospect of success, the requirements of Art. 64 BGG were not met.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be imposed on the applicant.

Extrahierter Entscheid

Yes; costs were charged to the applicant.

Extrahierte Begründung

Under the Federal Supreme Court Act, the unsuccessful applicant must bear the court costs.

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