Revision of inadmissible Federal Court judgment rejected

2F_10/2012Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung02.08.2012Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. filed a revision request against Federal Supreme Court judgment 2C_530/2012, which had not entered into his complaint against an order of the Zurich cantonal courts in a state-liability/legal-aid matter. The Court held that no statutory ground for revision was invoked or made apparent with respect to the decisive reasoning of the earlier non-entry judgment. It therefore did not enter into the revision request without exchanging briefs. Because the request was hopeless, free legal aid was refused and costs of CHF 200 were charged to the applicant.

Omnilex-Regeste

Art. 121 ff. BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment requires invocation and substantiation of one of the exhaustively enumerated grounds, and the ground must relate to the decisive reasons of the challenged judgment. A revision request that does not address the determinative holding of the prior judgment is manifestly inadmissible and may be dismissed without exchange of briefs (Art. 127 BGG). If the request lacks prospects of success, free legal aid must be refused under Art. 64 BGG; costs are charged to the unsuccessful party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2F_10/2012

Urteil vom 2. August 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichter Seiler, Donzallaz,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Gemeinde Zürich,
Bezirksgericht Zürich,
Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer.

Gegenstand
Staatshaftung; unentgeltliche Rechtspflege,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2C_530/2012 vom 4. Juni 2012.

Nach Einsicht
in das Urteil des Bundesgerichts 2C_530/2012 vom 4. Juni 2012, womit auf eine Beschwerde von X.________ gegen einen Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 17. April 2012 nicht eingetreten wurde,
in die vom 15. Juni 2012 datierte, am 14. Juli 2012 zur Post gegebene Rechtsschrift von X.________, womit er - sinngemäss - um Revision des Urteils 2C_530/2012 ersucht,

in Erwägung,
dass Entscheide des Bundesgerichts mit ihrer Ausfällung in Rechtskraft erwachsen (Art. 61 BGG) und dagegen kein ordentliches Rechtsmittel gegeben ist,
dass das Bundesgericht auf ein Urteil nur zurückkommen kann, wenn einer der vom Gesetz abschliessend genannten Revisionsgründe (Art. 121 ff. BGG) geltend gemacht wird, wobei die Rechtsschrift den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG genügen muss,
dass der Revisionsgrund sich auf die für das angefochtene bundesgerichtliche Urteil massgeblichen Entscheidgründe zu beziehen hat,
dass das Bundesgericht mit seinem Urteil vom 4. Juni 2012 auf die Beschwerde des Gesuchstellers nicht eingetreten ist, weil dessen Rechtsschrift vom 27. Mai 2012 keine auf die massgeblichen Erwägungen des Obergerichts abzielende, den gesetzlichen Anforderungen genügende Begründung enthielt,
dass aus den Ausführungen im Revisionsgesuch vom 15. Juni/14. Juli 2012 nicht ersichtlich wird, welcher Revisionsgrund in Bezug auf die Nichteintretensbegründung des Urteils 2C_530/2012 vorliegen könnte,
dass das Revisionsgesuch mithin offensichtlich unzulässig und darauf ohne Schriftenwechsel (vgl. Art. 127 BGG) nicht einzutreten ist,
dass das Revisionsgesuch aussichtslos erscheint, weshalb dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden kann (Art. 64 BGG), sodass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Gesuchsteller als unterliegende Partei aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. August 2012

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Schlagwörter

revisioninadmissibilitylegal aidcourt costsfinalitynon-entry

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revision request met the statutory requirements for a revision ground against judgment 2C_530/2012

Extrahierter Entscheid

No revision ground was identifiable in relation to the non-entry reasoning of the prior judgment, so the request was inadmissible.

Extrahierte Begründung

Federal Supreme Court judgments become final upon issuance; revision is possible only for exhaustively listed grounds and the motion must substantiate a ground directed at the decisive reasons of the challenged judgment. The filing did not do so.

Kernrechtsfrage

Whether the applicant was entitled to free legal aid in the revision proceedings

Extrahierter Entscheid

No, because the revision request had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Since the revision request was obviously inadmissible, it was prospectless and legal aid could not be granted under Art. 64 BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs of CHF 200 were imposed on the applicant as the unsuccessful party.

Extrahierte Begründung

Costs follow the losing party under Art. 66 para. 1 BGG.

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