Proceedings discontinued after withdrawal of appeal; costs awarded

2D_75/2008Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung23.09.2008Withdrawn

Zusammenfassung

X.________ AG challenged a cantonal procurement judgment before the Federal Supreme Court by both a subsidiary constitutional complaint and a public law appeal. Before the Court ruled on the merits, the appellant withdrew both remedies. The II. public law division therefore discontinued the proceedings. As the withdrawal was unconditional, the appellant was treated as the losing party for costs and had to pay CHF 1,500 in court costs. It also had to pay CHF 1,500 in party compensation to the respondent, while the Canton of Valais received no compensation.

Regest

Art. 32 BGG; withdrawal of appeal and discontinuance of proceedings; costs and party compensation. Where an appeal is withdrawn unconditionally, the presiding judge may strike the case off the list by order under Art. 32 BGG. For purposes of Art. 66 BGG, the withdrawing appellant is treated as the losing party and bears the federal court costs. If the respondent has filed submissions in the appellate proceedings, party compensation may be awarded under Art. 68 Abs. 1 and 2 BGG. Public authorities have no entitlement to compensation under Art. 68 Abs. 3 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2D_75/2008

Verfügung vom 23. September 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,

Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Advokat Anton Arnold,

gegen

Ingenieurbüro Y.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Sergio Biondo,
Staatsrat des Kantons Wallis.

Gegenstand
Arbeitsvergabe,

Verfassungsbeschwerde und Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Kantonsgerichts Wallis, Öffentlichrechtliche Abteilung, vom 11. Juli 2008.

Nach Einsicht
in die subsidiäre Verfassungsbeschwerde vom 17. Juli 2008 und die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten der X.________ AG gegen das Urteil des Kantonsgerichts Wallis, Öffentlichrechtliche Abteilung, vom 11. Juli 2008 betreffend Arbeitsvergabe,
in das Schreiben des Vertreters der Beschwerdeführerin vom 15. September 2008, womit beide Beschwerden zurückgezogen werden,

in Erwägung,
dass das Verfahren gestützt auf Art. 32 Abs. 2 BGG mit Verfügung des Instruktionsrichters bzw. des Abteilungspräsidenten (vgl. Art. 32 Abs. 1 BGG) abgeschrieben werden kann, wobei über die Gerichtskosten zu entscheiden und die Höhe einer (allfälligen) Parteientschädigung zu bestimmen ist (Art. 5 Abs. 2 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG),
dass die Beschwerdeführerin, welche die Beschwerde vorbehaltlos zurückgezogen hat, im Hinblick auf die Kostenregelung als unterliegende Partei zu betrachten ist,
dass der Beschwerdeführerin mithin die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG) und sie zur Bezahlung einer Parteientschädigung an den Beschwerdegegner, dessen Vertreter eine Stellungnahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung verfasst hat, zu verpflichten ist (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG),
dass der Kanton Wallis keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 68 Abs. 3 BGG),

verfügt der Präsident:

1.
Das Verfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'500.-- zu entschädigen.

4.
Diese Verfügung wird den Parteien sowie dem Staatsrat des Kantons Wallis und dem Kantonsgericht Wallis, Öffentlichrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. September 2008

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Feller

Schlagwörter

procurementwithdrawal of appealdiscontinuancecourt costsparty compensation