Untimely appeal against tax remission decision

2D_52/2007Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung26.06.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A.X. challenged the Zurich Finance Directorate’s refusal to remit 2005 cantonal and communal taxes, but only after the Federal Supreme Court appeal deadline had long expired. The court found the submissions manifestly inadmissible under the summary procedure, since the 30-day period had elapsed and no restoration grounds were asserted. It denied free legal aid because the appeal was hopeless. A reduced court fee of CHF 300 was imposed on the appellant, and no party compensation was granted.

Omnilex-Regeste

Art. 100 BGG, Art. 50 BGG, Art. 108 BGG; untimely appeal and non-entry. An appeal lodged well after expiry of the 30-day time limit is manifestly inadmissible where the appellant alleges no grounds for restoration of the time limit. In such a case, the Federal Supreme Court may refuse to enter into the matter in simplified proceedings without further exchange of submissions. A request for free legal aid must be denied when the proceeding is hopeless (Art. 64 BGG). Court costs may be reduced in view of the losing party’s financial situation (Art. 65 f. BGG); no party compensation is due absent entitlement under Art. 68 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2D_52/2007 /leb

Urteil vom 26. Juni 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Häberli.

Parteien
A.X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steueramt der Stadt Zürich, Postfach, 8022 Zürich,
Finanzdirektion des Kantons Zürich, Walcheplatz 1, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Erlass der Staats- und Gemeindesteuern 2005,

Beschwerde gegen den Entscheid der Finanzdirektion des Kantons Zürich vom 31. Oktober 2006.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Gesuch von A.________ und B.X.________ um Erlass der Staats- und Gemeindesteuern 2005 wurde vom Steueramt der Stadt Zürich abgewiesen (Verfügung vom 23. August 2006), was die Finanzdirektion des Kantons Zürich auf Rekurs hin schützte. Den Direktionsentscheid vom 31. Oktober 2006, der gleichentags verschickt worden war, focht A.X.________ erst mit Eingaben vom 9. April bzw. 25. Mai 2007 beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich an. Dieses leitete am 12. Juni 2007 - nach Rücksprache mit dem Beschwerdeführer - dessen Eingaben zuständigkeitshalber ans Bundesgericht weiter.
2.
Die als "Einsprache/Beschwerde" bezeichneten Eingaben von A.X.________ sind offensichtlich unzulässig, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten ist, ohne dass Akten oder Vernehmlassungen einzuholen wären: Die Frist, innert welcher beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden kann, beträgt längstens 30 Tage ab Eröffnung des angefochtenen Entscheids (vgl. Art. 100 BGG). Vorliegend hätte der Beschwerdeführer mithin bis spätestens Anfang Dezember ans Bundesgericht gelangen müssen. Eine Erklärung dafür, wieso er rund ein halbes Jahr zugewartet hat, bleibt der Beschwerdeführer schuldig. Er beschränkt sich in seinen Rechtsschriften auf eine pauschale Kritik an der Berechnung seiner finanziellen Verhältnisse durch die kantonalen Behörden. Allfällige Fristwiederherstellungsgründe (vgl. Art. 50 BGG) nennt er keine. Daher ist auf seine offensichtlich verspäteten Eingaben nicht einzutreten.
3.
Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 65 f. BGG). Das für das bundesgerichtliche Verfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (vgl. Art. 64 BGG). Der schwierigen finanziellen Situation des Beschwerdeführers wird bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr Rechnung getragen (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientschädigung ist keine auszurichten (vgl. Art. 68 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 108 BGG:
1.
Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Steueramt der Stadt Zürich und der Finanzdirektion des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. Juni 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

tax remissionappeal deadlineinadmissibilityfree legal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the cantonal tax remission decision was filed within the federal time limit

Extrahierter Entscheid

The appeal was filed far too late and no grounds for restoration of time were shown, so the Federal Supreme Court would not enter into the case.

Extrahierte Begründung

The appeal period under Art. 100 BGG is 30 days from notification. The challenged decision was sent on the same day it was issued, and the appellant waited about six months. He offered no explanation and invoked no grounds under Art. 50 BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal aid in the federal proceedings

Extrahierter Entscheid

Free legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Under Art. 64 BGG, legal aid requires non-frivolous proceedings; an obviously untimely appeal is hopeless.

Kernrechtsfrage

Costs of the federal proceedings

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant, reduced in view of his difficult financial situation.

Extrahierte Begründung

As the appellant lost, he had to bear costs under Arts. 65 and 66 BGG; the amount was set at CHF 300.

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