Non-entry on complaint against failed maturity exam

2D_28/2011Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung07.06.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the challenge to the failed maturity exam could not proceed by ordinary public law appeal under Art. 83 lit. t BGG. As only a subsidiary constitutional complaint was available, the appellants had to invoke and substantiate constitutional rights specifically. Their filing did not contain sufficient constitutional reasoning, so the Court issued a non-entry decision in simplified procedure. Court costs of CHF 600 were imposed on the appellants jointly and severally, half each.

Omnilex-Regeste

Art. 83 lit. t, Art. 113 ff., Art. 116, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal complaint against failure of a maturity examination. Where the subject matter falls within the exclusion of Art. 83 lit. t BGG, the ordinary public law appeal is excluded and only the subsidiary constitutional complaint is available. In such a procedure, only violations of constitutional rights may be invoked, and they must be pleaded and reasoned in a qualified manner. Absent specific constitutional argumentation, the court does not enter into the matter in simplified procedure. Costs are governed by Art. 65 and 66 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2D_28/2011

Urteil vom 7. Juni 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

  1. Verfahrensbeteiligte
    X.________,
  2. Y.________,
    Beschwerdeführer,

gegen

Kantonsschule Hottingen,
Minervastrasse 14, 8032 Zürich.
Bildungsdirektion des Kantons Zürich,
Postfach, 8090 Zürich

Gegenstand
Nichtbestehen der Maturitätsprüfung,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 4. Kammer, vom 4. Mai 2011.
Erwägungen:
Die Kantonsschule Hottingen teilte X.________ am 31. August 2011 mit, dass er die Maturitätsprüfung nicht bestanden habe. Der gegen diese Verfügung erhobene Rekurs an die Bildungsdirektion des Kantons Zürich blieb erfolglos. Mit Urteil vom 4. Mai 2011 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich die gegen den Rekursentscheid der Bildungsdirektion vom 22. Dezember 2010 erhobene Beschwerde ab, soweit darauf einzutreten war. Unter Bezugnahme auf das verwaltungsgerichtliche Urteil gelangten X.________ sowie sein Vater Y.________ am 6. Juni 2011 mit Beschwerde ans Bundesgericht.

Soweit das verwaltungsgerichtliche Urteil in Bezug auf das Nichtbestehen der Maturitätsprüfung angefochten werden soll, steht hierfür die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zur Verfügung (vgl. Art. 83 lit. t BGG) und stünde als bundesrechtliches Rechtsmittel allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) offen; damit kann nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 116 BGG), wobei solche Rügen besonderer Geltendmachung und Begründung bedürften (Art. 106 Abs. 2 BGG). Ob wirklich, wie das Verwaltungsgericht anzunehmen scheint (vgl. E. 13 seines Urteils), in Bezug auf den Vorwurf des nicht erfüllten Lehrauftrags auch im Kontext der Anfechtung eines Prüfungsentscheids das ordentliche bundesrechtliche Rechtsmittel gegeben wäre, kann dahingestellt bleiben; da hierfür kantonales Recht massgeblich ist und mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nur die Verletzung schweizerischen Rechts gerügt werden kann, wozu kantonales Gesetzesrecht nicht zählt (Art. 95 BGG), müsste auch in dieser Hinsicht im Wesentlichen die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht und spezifisch gerügt werden. Solche Rügen lassen sich der Beschwerde vom 6. Juni 2011 nicht entnehmen. Sie enthält mithin keine hinreichende Begründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), und es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang den Beschwerdeführern zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz und Abs. 5 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden je zur Hälfte und unter solidarischer Haftung den Beschwerdeführern auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Juni 2011
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Schlagwörter

maturity examconstitutional complaintadmissibilityreasoning requirementnon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint was admissible as a public law appeal against the failed maturity exam decision.

Extrahierter Entscheid

A public law appeal was unavailable for a failed maturity exam; only subsidiary constitutional complaint could be considered.

Extrahierte Begründung

Art. 83 lit. t BGG excludes the ordinary public law appeal. The appellants did not validly invoke constitutional rights as required for a subsidiary constitutional complaint.

Kernrechtsfrage

Whether the complaint contained sufficient constitutional reasoning to challenge the cantonal decision.

Extrahierter Entscheid

The complaint lacked a sufficient constitutional substantiation and could not be entered into in simplified procedure.

Extrahierte Begründung

Only constitutional rights may be alleged under Art. 116 BGG, and such claims must be specifically raised and reasoned under Art. 106 para. 2 BGG. The filing did not meet these requirements, so non-entry followed under Art. 108 para. 1 lit. b BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellants jointly and severally, half each.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66 BGG.

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