No standing to challenge denial of settlement permit

2D_24/2007Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung02.08.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the subsidiary constitutional complaint against the refusal of a settlement permit. It held that the complaint could only allege constitutional violations, not a direct misapplication of Art. 11 ANAV, and that the appellant lacked standing because he had no legally protected entitlement to the permit. The complaint was therefore manifestly inadmissible and decided in simplified proceedings. Court costs of CHF 1,000 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 116 BGG, Art. 115 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint against refusal of an immigration permit; standing and scope of review. The subsidiary constitutional complaint permits only the invocation of constitutional rights; statutory-law grievances are cognizable only insofar as they are linked to a constitutional violation. An arbitrariness claim does not confer standing unless the complainant can rely on a legally protected position arising from statute or a special fundamental right. Where the foreign national has no entitlement to the requested permit, he is not entitled to challenge the refusal by way of subsidiary constitutional complaint. Manifest inadmissibility may be dealt with in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2D_24/2007 /ble

Urteil vom 2. August 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Ehrenzeller,

gegen

Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern, Postfach 4168, 6002 Luzern.

Gegenstand
Nichterteilung der Niederlassungsbewilligung,

subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern vom 28. Februar 2007.

Der Präsident hat nach Einsicht
in den Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern vom 28. Februar 2007, womit dieses eine Beschwerde des serbischen Staatsangehörigen X.________, geboren am 1. November 1966, betreffend Verweigerung der Niederlassungsbewilligung abgewiesen hat,
in die am 12. April 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesgericht eingereichte subsidiäre Verfassungsbeschwerde von X.________,
in die Vernehmlassung des Justiz- und Sicherheitsdepartements vom 23. Mai 2007, welches beantragt, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen, sowie in die von ihm eingereichten Akten,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer vorerst die Verletzung von Art. 11 ANAV rügt,
dass mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde bloss die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (Art. 116 BGG), weshalb die vom Beschwerdeführer bemängelte Anwendung von Art. 11 ANAV als solche durch das Bundesgericht nicht unmittelbar, sondern nur im Zusammenhang mit einer konkret erhobenen Verfassungsrüge überprüft werden kann,
dass gemäss Art. 115 lit. b BGG zur subsidiären Verfassungsbeschwerde nur legitimiert ist, wer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat,
dass als verfassungsmässiges Recht einzig das Willkürverbot angerufen wird,
dass das Willkürverbot für sich allein kein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 115 lit. b BGG verschafft, sondern die Berechtigung zur Erhebung der Willkürrüge im Rahmen der subsidiären Verfassungsbeschwerde voraussetzt, dass sich der Beschwerdeführer auf eine durch Gesetz oder ein spezielles Grundrecht geschützte Rechtsstellung berufen kann,
dass mithin der Ausländer den eine ausländerrechtliche Bewilligung verweigernden Entscheid nicht mit subsidiärer Verfassungbeschwerde wegen Verletzung des Willkürverbots anfechten kann, wenn kein Rechtsanspruch auf die Bewilligung besteht (BGE 2D_2/2007 vom 30. April 2007, zur Publikation bestimmt),
dass der Beschwerdeführer keinen Rechtsanspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung hat, weshalb er zur Willkürrüge und entsprechend zur subsidiären Verfassungsbeschwerde nicht legitimiert ist,
dass auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG),
dass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG), dem Verfahrensausgang entsprechend, dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. August 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

settlement permitstandingarbitrarinessconstitutional complaintinadmissibilitycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the subsidiary constitutional complaint can challenge the alleged misapplication of Art. 11 ANAV.

Extrahierter Entscheid

Such a complaint may only invoke constitutional rights; the statutory application of Art. 11 ANAV can be reviewed only in connection with a properly raised constitutional claim.

Extrahierte Begründung

Under Art. 116 BGG, the remedy is limited to constitutional violations.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant had standing to raise an arbitrariness claim against the denial of the settlement permit.

Extrahierter Entscheid

He lacked standing because he had no legally protected entitlement to the permit; arbitrariness alone does not create standing under Art. 115 lit. b BGG.

Extrahierte Begründung

A foreign national may not attack a refusal of an immigration permit by subsidiary constitutional complaint based solely on arbitrariness if no statutory or specially protected entitlement exists.

Kernrechtsfrage

Whether the complaint was admissible at all.

Extrahierter Entscheid

The complaint was manifestly inadmissible and had to be rejected in simplified proceedings.

Extrahierte Begründung

Because the appellant lacked a legally protected interest, the Federal Supreme Court could not enter into the complaint.

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