Subsidiary constitutional complaint inadmissible for lack of reasoning

2D_124/2007Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung27.11.2007Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint against the Bern tax administration's refusal to grant remission of 2005 cantonal and municipal taxes. It held that the appellant had not invoked or substantiated any constitutional right within the appeal period, so the complaint lacked a sufficient constitutional reasoning. The Court therefore did not enter into the matter in simplified procedure. Court costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Regest

Art. 113, 116, 106 Abs. 2, 42 Abs. 2, 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint against a tax remission refusal: Such a remedy is admissible only to allege violations of constitutional rights, and these rights must be expressly invoked and substantiated within the appeal period. If the appellant fails to identify any constitutional right and merely challenges the adverse decision in general terms, the complaint is manifestly insufficiently reasoned and must be dismissed by non-entry in simplified procedure under Art. 108 BGG, without exchange of submissions. Costs follow the outcome under Arts. 65 and 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2D_124/2007/leb

Urteil vom 27. November 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern,
Brünnenstrasse 66, 3018 Bern.

Gegenstand
Erlass der Kantons- und Gemeindesteuern,

Subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen
den Erlassentscheid der Steuerverwaltung
des Kantons Bern vom 12. Oktober 2007.

Erwägungen:
Die Steuerverwaltung des Kantons Bern wies am 12. Oktober 2007 ein Gesuch von X.________ um Erlass der Kantons- und Gemeindesteuern 2005 ab. Gegen diesen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid (vgl. Art. 240 Abs. 5 des Steuergesetzes des Kantons Bern vom 21. Mai 2000 [StG]) beschwert sich X.________ mit einem vom 6. November 2007 datierten Schreiben (Postaufgabe 7. November, Eingang beim Bundesgericht 12. November 2007) beim Bundesgericht. Auf Aufforderung vom 14. November 2007 hin hat die Beschwerdeführerin am 23. November 2007 den angefochtenen Entscheid nachgereicht. Die Eingabe kann - höchstens - als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegengenommen werden (vgl. Art. 113 in Verbindung mit Art. 83 lit. m BGG).

Mit der Verfassungsbeschwerde kann allein die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 116 BGG). Das Bundesgericht prüft die Verletzung von Grundrechten (verfassungsmässigen Rechten) nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet wird, d.h. wenn dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid solche Rechte verletzt haben soll (Art. 106 Abs. 2 und 42 Abs. 2 BGG). Innert der (abgelaufenen) Beschwerdefrist hat die Beschwerdeführerin kein verfassungsmässiges Recht genannt, das durch den negativen Erlassentscheid verletzt worden sein soll. Es fehlt damit offensichtlich an einer hinreichenden Beschwerdebegründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), sodass im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG, ohne Schriftenwechsel oder weitere Instruktionsmassnahmen, auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und der Steuerverwaltung des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 27. November 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

tax remissionconstitutional complaintadmissibilityreasoned appealnon-entrycourt costs