Non-entry on constitutional complaint against residence-permit refusal

2D_1/2011Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung05.01.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

An Egyptian national sought renewal of a Swiss residence permit for studies after being exmatriculated for insufficient German. The cantonal authorities refused renewal, and the cantonal courts upheld that refusal. He filed a subsidiary constitutional complaint to the Federal Supreme Court, asking for annulment and remittal. The Court held that he had no enforceable right to the permit renewal and therefore lacked standing to challenge the merits; his arguments on reasoning, evidence assessment, and fact-finding were inadmissible because they attacked the substance of the permit decision. The Court therefore issued a non-entry decision in simplified procedure and imposed court costs of CHF 1,000 on him.

Omnilex-Regeste

Art. 83 lit. c Ziff. 2, Art. 113 ff., Art. 115 lit. b und Art. 116 BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen die Verweigerung der Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung: Fehlt dem Ausländer ein Rechtsanspruch auf die Bewilligung, ist die Beschwerde in der Sache unzulässig. Mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde können nur selbständige verfassungsmässige Parteirechte gerügt werden; unzulässig sind Vorbringen, die unmittelbar auf eine materielle Überprüfung des Bewilligungsentscheids zielen, namentlich Einwendungen gegen Sachverhaltsfeststellung, Beweiswürdigung oder Begründungstiefe. Solche Rügen vermögen die fehlende materielle Legitimation nicht zu ersetzen (vgl. Erw. 2). Die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2D_1/2011

Urteil vom 5. Januar 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger,

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich,
Regierungsrat des Kantons Zürich.

Gegenstand
Aufenthaltsbewilligung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 2. Kammer, vom 3. November 2010.

Erwägungen:

1.
Der 1983 geborene ägyptische Staatsangehörige X.________ reiste am 23. Juli 2008 in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Studiums an der Universität Zürich. Nachdem er wegen mangelnder Deutschkenntnisse exmatrikuliert worden war, lehnte die Sicherheitsdirektion (Migrationsamt) des Kantons Zürich eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab. Der gegen diese Verfügung erhobene Rekurs an den Regierungsrat des Kantons Zürich blieb erfolglos (Rekursentscheid vom 16. Juni 2010); mit Entscheid vom 3. November 2010 sodann wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich die gegen den regierungsrätlichen Entscheid erhobene Beschwerde ab.

Mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde vom 3. Januar 2011 beantragt X.________ dem Bundesgericht, den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben und das Verfahren im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung zurückzuweisen.

Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden.

Mit dem vorliegenden instanzabschliessenden Urteil wird das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen (Aussetzung der Ausreisefrist) gegenstandslos.

2.
Da der Beschwerdeführer keinen Rechtsanspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat, kann er den Entscheid des Verwaltungsgerichts nicht mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechten (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG); als bundesrechtliches Rechtsmittel fällt allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) in Betracht, womit bloss die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann (Art. 116 BGG). Allerdings ist der Beschwerdeführer bei fehlendem Bewilligungsanspruch zur Beschwerdeführung in der Bewilligungsfrage selber nicht legitimiert (Art. 115 lit. b BGG; dazu BGE 133 I 185). Trotz fehlender Legitimation in der Sache selbst kann die Verletzung von Parteirechten wie namentlich des Anspruchs auf rechtliches Gehör gerügt werden (vgl. BGE 133 I 185 E. 6.2 S. 198 f.). Nicht zu hören sind dabei aber Vorbringen, die im Ergebnis auf eine Überprüfung des Bewilligungsentscheids abzielen, wie die Behauptung, dass die Begründung des angefochtenen Entscheids unvollständig oder zu wenig differenziert ausgefallen sei oder sich nicht mit sämtlichen Argumenten der Partei auseinandersetze oder dass die Parteivorbringen willkürlich gewürdigt worden seien; ebenso wenig ist der Vorwurf zu hören, der Sachverhalt sei unvollständig oder sonstwie willkürlich festgestellt worden; unzulässig ist auch die Rüge, Beweisanträge seien wegen willkürlicher antizipierter Beweiswürdigung abgelehnt worden (vgl. BGE 114 Ia 307 E. 3c S. 313; 129 I 217 E. 1.4 S. 222; 126 I 81 E. 7b S. 94; 118 Ia 232 E. 1c S. 236; 117 Ia 90 E. 4a S. 95). Die unter dem Titel rechtliches Gehör oder überspitzter Formalismus gemachten Ausführungen des Beschwerdeführers erweisen sich als im vorstehend beschriebenen Sinn offensichtlich unzulässige Vorbringen.
Auf die tauglicher Rügen entbehrende Beschwerde ist mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Januar 2011

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Schlagwörter

residence permitconstitutional complaintstandingnon-entryright to be heardsimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Admissibility of the constitutional complaint against denial of residence-permit renewal

Extrahierter Entscheid

The complaint was inadmissible because the appellant had no enforceable right to renewal and lacked standing to challenge the permit decision on the merits.

Extrahierte Begründung

Without a legal entitlement, ordinary public-law appeal was unavailable; subsidiarity constitutional complaint was limited to constitutional rights, and the appellant could only raise procedural rights. His submissions targeted the merits of the permit refusal rather than a cognizable procedural violation.

Kernrechtsfrage

Request for provisional measures suspending the departure deadline

Extrahierter Entscheid

The request became moot due to the final decision.

Extrahierte Begründung

The main proceeding was terminated by a final non-entry decision, leaving no basis for interim relief.

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