Non-entry due to late payment of cost advance

2C_983/2010Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung11.04.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dismissed the appeal without entering into the merits because the appellant failed to pay the court cost advance within the extended deadline and did not provide the required confirmation that her account had been debited in time. The first instalment was paid late, the second arrived after the final date, and no timely bank or PostFinance debit proof was submitted. Court costs of CHF 800 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded.

Omnilex-Regeste

Art. 63 Abs. 3, Art. 108 BGG; cost advance and proof of timely payment as condition of admissibility. Where the court grants payment by instalments and expressly requires proof that a postal or bank transfer was debited within the deadline, mere later crediting of the amount is insufficient. If the appellant fails to comply with the ordered method and deadline for the advance payment, the appeal is not entered into in the simplified procedure. Court costs follow Art. 66 Abs. 1 BGG; no party compensation is due when the appeal is not entertained (Art. 68 BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_983/2010

Abgabe an Dritte in anonymisierter Form

Urteil vom 11. April 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Migrationsamt des Kantons Zürich,
Berninastrasse 45, 8090 Zürich,
Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich,
Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Aufenthaltsbewilligung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 2. Abteilung, 2. Kammer, vom 27. Oktober 2010.
Erwägungen:

1.
Am 27. Dezember 2010 reichte X.________ beim Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 27. Oktober 2010 betreffend die Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung ein. Mit Verfügung vom 24. Januar 2011 wurde ihr erlaubt, den Kostenvorschuss für das bundesgerichtliche Verfahren von Fr 2'000.-- in zwei Teilzahlungen von je Fr. 1'000.-- bis zum 28. Februar 2011 bzw. bis zum 30. März 2011 zu leisten. Dabei wurde sie darauf hingewiesen, dass die Gewährung von Ratenzahlungen als Nachfristansetzung im Sinn von Art. 63 Abs. 3 BGG zu gelten hat und keine weiteren Nachfristen angesetzt oder andere Zahlungserleichterungen gewährt würden. Zudem enthielt die Verfügung folgende Präzisierung:
"Erfolgt die Einzahlung nicht in bar bzw. an einem Schalter der Schweizerischen Post, sondern wird ein Zahlungsauftrag an die Post oder die Bank erteilt, hat die Beschwerdeführerin der Gerichtskasse innerhalb von zehn Tagen seit Ablauf der Nachfrist eine Bestätigung von Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist. Unterbleibt die Einreichung der Bestätigung, tritt das Bundesgericht mangels Nachweises der rechtzeitigen Vorschusszahlung auf das Rechtsmittel nicht ein, wenn der Totalbetrag des Vorschusses nicht spätestens am 30. März 2011 (Zahlungstermin für zweite Rate) dem Konto der Gerichtskasse gutgeschrieben ist".

2.
Da die Beschwerdeführerin die entsprechenden Vorgaben nicht eingehalten hat, ist auf ihre Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten: Die erste Rate von Fr. 1'000.-- wurde von ihr erst am 4. März 2011 geleistet und erfolgte damit offensichtlich verspätet. Die zweite Rate ging bei der Bundesgerichtskasse am 5. April 2011 ein und datierte vom 1. April 2011. Entgegen der Verfügung vom 24. Januar 2011 hat sie dem Gericht nicht belegt, dass ihr Konto vor dem 30. März 2011 belastet worden wäre. Der Kostenvorschuss (Gutschrift des Totalbetrags auf dem Konto des Gerichts bis "spätestens am 30. März 2011") wurde damit nicht rechtzeitig geleistet.

3.
Die Beschwerdeführerin wird für das vorliegende Verfahren kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (vgl. Art. 68 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Abteilung, 2. Kammer, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. April 2011
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Hugi Yar

Schlagwörter

residence permitcost advancedeadlineproof of paymentnon-entrysimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal must be entered into despite late and unproven payment of the court cost advance.

Extrahierter Entscheid

No entry could be made because the cost advance was not paid within the extended deadline and no timely debit proof was submitted.

Extrahierte Begründung

The first instalment was paid after the deadline, the second only after 30 March 2011, and the appellant did not prove that her account had been debited in time as required by the court's order. Under the simplified procedure, the appeal was therefore inadmissible.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs and party costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant and no party compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

As the appeal was not entered into, the appellant bore the costs under the Federal Supreme Court Act; no party compensation was due.

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