Late appeal against suspension of publication of investigation report

2C_76/2010Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung01.02.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appeal against the Federal Administrative Court’s interim order on publication of an ETH investigation report was filed after expiry of the 30-day time limit. Because the order concerned suspensive effect and provisional measures, the deadline-stay rule did not apply. The Court therefore issued a non-entry decision in simplified proceedings and charged the appellant CHF 500 in court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 100 Abs. 1, Art. 46 Abs. 1 lit. c und Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; timeliness of appeals against interim measures. The 30-day appeal period begins upon notification of the full written judgment and, where a deadline is determined by days, is generally suspended between 18 December and 2 January. This suspension does not apply, however, to proceedings concerning suspensive effect and other provisional measures. An appeal filed after expiry of the applicable deadline is manifestly inadmissible and is dismissed by non-entry in summary procedure; court costs are borne by the unsuccessful appellant (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_76/2010

Urteil vom 1. Februar 2010
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Müller, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Prof. Dr. Isabelle Häner,

gegen

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Tomas Poledna,

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Ivo Schwander.

Gegenstand
Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts; Entzug der aufschiebenden Wirkung,

Beschwerde gegen die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, vom 21. Dezember 2009.

Nach Einsicht
in die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Dezember 2009 im Verfahren A-5986/2009 (Beschwerde von X.________ gegen den Beschluss der Schulleitung der ETH Zürich vom 15. September 2009 betreffend die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts vom 15. Juli 2009 betreffend Verdachts auf Fehlverhalten in der Forschung), womit der Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen wurde, verbunden mit Auflagen betreffend die Veröffentlichung des Schlussberichts (vorsorgliche Massnahmen),
in die gegen diese Zwischenverfügung erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten von X.________ vom 28. Januar 2010,

in Erwägung,
dass die Beschwerde gegen einen Entscheid innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen ist (Art. 100 Abs. 1 BGG),
dass gesetzlich oder richterlich nach Tagen bestimmte Fristen vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar stillstehen (Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG), wobei diese Vorschrift unter anderem in Verfahren betreffend aufschiebende Wirkung und andere vorsorgliche Massnahmen nicht gilt (Art. 46 Abs. 2 BGG),
dass die angefochtene Zwischenverfügung der Vertreterin des Beschwerdeführers nach deren Bekunden am 23. Dezember 2010 eröffnet wurde, die Frist mithin am 24. Dezember 2009 zu laufen begann und, da die Friststillstandsregel von Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG angesichts des Gegenstands der Zwischenverfügung nicht greift, am 22. Januar 2010 endete (Art. 44 Abs. 1 und 45 Abs. 1 BGG),
dass die Beschwerde verspätet erhoben und offensichtlich unzulässig ist (vgl. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG), weshalb im vereinfachten Verfahren darauf nicht einzutreten ist,
dass mit diesem Urteil die in der Beschwerde gestellten verfahrensrechtlichen Anträge gegenstandslos werden,

dass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG), dem Verfahrensausgang entsprechend, dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. Februar 2010

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Müller Feller

Schlagwörter

timelinessinadmissibilitysuspensive effectprovisional measuresdeadline suspensioncourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal to the Federal Supreme Court was filed within the legal time limit and is admissible

Extrahierter Entscheid

The appeal was filed late and is manifestly inadmissible; the Court therefore did not enter into the merits in simplified proceedings.

Extrahierte Begründung

The 30-day deadline under Art. 100(1) BGG applied. Because the challenged interim order concerned suspensive effect and provisional measures, the statutory winter suspension of deadlines under Art. 46(1)(c) BGG did not apply pursuant to Art. 46(2) BGG. The appeal period therefore ended on 22 January 2010, so the filing of 28 January 2010 was out of time.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant in accordance with the outcome of the proceedings.

Extrahierte Begründung

Costs follow the result of the case under Art. 65 and Art. 66(1) BGG.

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