Non-entry for insufficient reasoning against cost advance order

2C_751/2008Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung24.10.2008Dismissed

Zusammenfassung

The appellant challenged a Federal Administrative Court interim order requiring a CHF 700 cost advance in a statelessness-recognition case. Before the Federal Supreme Court she argued only the underlying merits and did not address the cost-advance order itself. The Court held that the complaint lacked the required reasoning under Art. 42 BGG and that the defect was manifest under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. It therefore did not enter the complaint in simplified procedure, imposed reduced court costs of CHF 200 on the appellant, and denied any implied request for legal aid because the complaint had no prospects of success.

Regest

Art. 42 Abs. 1 et 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 let. b BGG; requirements for reasoning in a complaint against an interim order. A federal complaint must, in a way specific to the challenged decision, engage with the reasoning that supports the disposition attacked; a merely abstract or purely substantive attack on the underlying dispute is insufficient. If the lack of reasoning is manifest, the Federal Supreme Court may refuse to enter the matter in the simplified procedure without an exchange of briefs or further instructions. In such a situation, legal aid is excluded for want of prospects of success; court costs are allocated to the unsuccessful party, taking account of financial circumstances when fixing the fee.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_751/2008

Urteil vom 24. Oktober 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration.

Gegenstand
Anerkennung der Staatenlosigkeit/Kostenvorschuss,

Beschwerde gegen die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III,
vom 16. September 2008.

Erwägungen:
Im Beschwerdeverfahren betreffend Anerkennung der Staatenlosigkeit forderte das Bundesverwaltungsgericht X.________ mit Zwischenverfügung vom 16. September 2008 - unter Androhung des Nichteintretens im Säumnisfall - auf, bis spätestens zum 15. Oktober 2008 einen Kostenvorschuss von Fr. 700.-- zu leisten. Am 13. Oktober 2008 ist X.________ mit einem als "Rekurs gegen den Entscheid vom 16.09.2008" bezeichneten, vom 10. Oktober 2008 datierten Schreiben ans Bundesgericht gelangt.
Gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG haben die Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletze. Dabei muss die Begründung sachbezogen sein; die Partei hat sich mit dem Inhalt bzw. zumindest rudimentär mit den das Resultat des angefochtenen Entscheids rechtfertigenden Erwägungen der Vorinstanz zu befassen. Angefochten ist vorliegend eine Zwischenverfügung, womit die Beschwerdeführerin zur Bezahlung eines Kostenvorschusses aufgefordert wird. In ihrer Rechtsschrift vom 10./13. Oktober 2008 befasst sie sich ausschliesslich mit der dem Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht zugrundeliegenden materiellrechtlichen Frage (Anerkennung der Staatenlosigkeit); mit keinem Wort geht sie auf die Frage der Kostenvorschusspflicht ein.
Damit ist wegen offensichtlichen Fehlens einer hinreichenden Begründung (vgl. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), ohne Schriftenwechsel oder weitere Instruktionsmassnahmen, im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Soweit angesichts der Beschwerdebeilagen auf das Vorliegen eines sinngemässen Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren zu schliessen wäre, könnte diesem wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden (Art. 64 BGG). Hingegen ist der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Bundesamt für Migration und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Oktober 2008

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Feller

Schlagwörter

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