Appeal withdrawn; no court costs or compensation

2C_610/2009Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung19.01.2010Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant withdrew his federal appeal against a cantonal judgment concerning entry in the attorney register. The Federal Supreme Court, acting through the instructing judge, struck the proceedings off the list. It refused party compensation because the withdrawal was not accompanied by a showing that the appellant would probably have prevailed, and the prior grant of suspensive effect did not indicate the merits. The court also waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 32 Abs. 1 and 2 BGG; withdrawal of an appeal and discontinuance of proceedings; costs and compensation after withdrawal. Where a federal appeal is unconditionally withdrawn, the instructing judge may decide alone to strike the case off the roll. If the withdrawal is not accompanied by a reservation regarding costs and compensation, the case is to be treated analogously to mootness only for those reserved questions. Party compensation is awarded only if, on a summary assessment, the withdrawing appellant would probably have prevailed. The grant of suspensive effect says nothing about the merits and does not establish prevailing status. In the absence of such a showing, no compensation is due; the court may also waive court costs under Art. 66 Abs. 2 BGG (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_610/2009

Verfügung vom 19. Januar 2010
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Karlen, als Instruktionsrichter,
Gerichtsschreiber Merz.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Fux,

gegen

Präsidentin der kantonalen Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Wallis.

Gegenstand
Anwaltsregistereintrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Wallis, Öffentlichrechtliche Abteilung,
vom 18. August 2009.

Erwägungen:

1.
X.________ hat am 21. September 2009 Beschwerde gegen ein Urteil des Kantonsgerichts Wallis vom 18. August 2009 eingereicht. Mit Eingabe vom 13. Januar 2010 erklärte X.________, er ziehe seine Beschwerde mangels aktuellen Rechtsschutzinteresses zurück.

2.
Der Instruktionsrichter entscheidet als Einzelrichter über die Abschreibung von Verfahren zufolge Rückzugs oder Gegenstandslosigkeit (Art. 32 Abs. 1 und 2 BGG). Dabei ist über die Gerichtskosten zu entscheiden und die Höhe einer allfälligen Parteientschädigung zu bestimmen (Art. 5 Abs. 2 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG).

Bei vorbehaltlosem Beschwerderückzug ist der Beschwerdeführer regelmässig als unterliegende Partei mit entsprechenden Kostenfolgen zu betrachten. Das bundesgerichtliche Verfahren betreffend beantragt dieser indes, ihm eine Parteientschädigung zuzusprechen und dem Kanton Wallis die Gerichtskosten aufzuerlegen oder auf deren Erhebung zu verzichten. Er hat diese Punkte somit ausdrücklich von seiner Rückzugserklärung ausgenommen.

Deshalb ist wie bei einer Abschreibung zufolge Gegenstandslosigkeit zu verfahren. Insoweit ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung nur zuzusprechen, wenn er bei summarischer Prüfung der Angelegenheit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als obsiegende Partei zu betrachten wäre. Diese Voraussetzung ist hier nicht erfüllt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers spielt keine Rolle, dass seiner Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt wurde. Das erfolgte im Übrigen nur mit Blick auf sein erhebliches Interesse am Aufschub des Vollzugs der gegen ihn angeordneten Massnahme und die diesbezügliche stillschweigende Zustimmung der Fachbehörde. Dabei wurde nichts zu den Erfolgsaussichten der Beschwerde gesagt. Angesichts des offenen Ausgangs der Beschwerde rechtfertigt sich, keine Parteientschädigungen zuzusprechen und auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (vgl. Art. 66 Abs. 2 BGG).

Demnach verfügt der Instruktionsrichter:

1.
Das Verfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben.

2.
Gerichtskosten werden nicht erhoben. Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen.

3.
Diese Verfügung wird den Verfahrensbeteiligten und dem Kantonsgericht Wallis, Öffentlichrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Januar 2010

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Instruktionsrichter: Der Gerichtsschreiber:

Karlen Merz

Schlagwörter

withdrawalstriking offparty compensationcourt costssuspensive effectcurrent legal interest

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal should be struck from the list after the appellant withdrew it.

Extrahierter Entscheid

The proceedings were discontinued and struck off following the withdrawal of the appeal.

Extrahierte Begründung

The withdrawal was unconditional as to the appeal itself, so the court terminated the case without further merits review.

Kernrechtsfrage

Whether court costs and party compensation should be awarded despite the withdrawal.

Extrahierter Entscheid

No court costs were levied and no party compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

Because the case was treated like one becoming moot and the chances of success were not shown to be better than even, compensation was not justified; the court also waived costs under Art. 66(2) BGG.

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