No federal appeal against denial of residence permit

2C_565/2008Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung05.08.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A Kosovo national challenged the non-extension of his residence permit after his marital cohabitation had ended. The Federal Supreme Court held that a public-law appeal was unavailable because he had no claim to the permit under federal law or Article 8 ECHR. A subsidiary constitutional complaint was not properly substantiated and would also fail under the Zurich procedural rule tying cantonal review to the admissibility of the ordinary federal appeal. The Court therefore did not enter on the appeal and imposed court costs of CHF 800 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 83 lit. c BGG; admissibility of the public-law appeal in foreigner-law permit cases lacking an enforceable entitlement. Where neither federal law nor the ECHR confers a right to the requested residence permit, the public-law appeal is excluded. Art. 8 ECHR does not confer a claim based on relationships to adult siblings or on length of stay and social contacts alone. A subsidiary constitutional complaint requires a duly substantiated complaint of unconstitutional application of cantonal procedural law; where cantonal admissibility of the appeal to the administrative court is linked to the admissibility of the ordinary federal appeal, such a complaint is plainly untenable (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_565/2008

Urteil vom 5. August 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________, c/o Y.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich,
Regierungsrat des Kantons Zürich, Kaspar Escher-Haus, 8090 Zürich.

Gegenstand
Aufenthaltsbewilligung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 2. Kammer, vom 25. Juni 2008.

Erwägungen:

1.
X.________, geb. 1975, stammt aus dem Kosovo. Er weilte von 1998 bis 2000 vorübergehend, ab Dezember 2002 ununterbrochen in der Schweiz. Am 3. November 2006 heiratete er eine Landsfrau, die im Kanton Zürich niedergelassen ist, und er erhielt gestützt auf Art. 17 Abs. 2 ANAG eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleibs bei der Ehefrau. Da die eheliche Wohngemeinschaft im Laufe des Jahres 2007 aufgegeben worden war, lehnte die Sicherheitsdirektion (Migrationsamt) des Kantons Zürich mit Verfügung vom 7. Januar 2008 sein Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab. Ein Rekurs an den Regierungsrat des Kantons Zürich blieb erfolglos. Auf die gegen den regierungsrätlichen Beschluss vom 26. März 2008 erhobene Beschwerde trat das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 25. Juni 2008 nicht ein. Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 31. Juli 2008 beantragt X.________ dem Bundesgericht, das Verwaltungsgericht sei anzuweisen, auf seine dort erhobene Beschwerde einzutreten resp. seine Aufenthaltsbewilligung zu verlängern.

Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden.

2.
Gemäss Art. 83 lit. c BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt (Ziff. 2), und betreffend die Wegweisung (Ziff. 4).

Das Verwaltungsgericht hat erkannt, dass der Beschwerdeführer weder aus Gesetzesrecht (Art. 17 Abs. 2 ANAG, worauf sich dieser auch nicht mehr beruft) noch aus Völkerrecht (Art. 8 EMKR) einen Bewilligungsanspruch ableiten könne. Was Art. 8 EMRK betrifft, so hat das Verwaltungsgericht zutreffend dargelegt, dass der Beschwerdeführer sich im ausländerrechtlichen Bewilligungsverfahren weder unter dem Gesichtswinkel des Rechts auf Achtung des Familienlebens (Beziehung zu volljährigen Schwestern) noch unter dem Gesichtswinkel des Rechts auf Achtung des Privatlebens (Anwesenheitsdauer, Bekanntenkreis) auf diese Konventionsnorm berufen kann; was letzteren Aspekt (Achtung des Privatlebens) betrifft, kann ergänzend auf BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286 f. verwiesen werden.
Der Beschluss des Verwaltungsgerichts kann mithin nicht mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefochten werden. Als bundesrechtliches Rechtsmittel stünde bloss die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 116 BGG) zur Verfügung, wobei der Beschwerdeführer aufzeigen müsste, dass der kantonale Nichteintretensentscheid auf verfassungswidriger Anwendung kantonalen Verfahrensrechts beruhe. Abgesehen davon, dass es an einer entsprechend substantiierten Rüge fehlt (vgl. Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 42 Abs. 2 BGG), wäre jegliche derartige Rüge offensichtlich unbegründet, knüpft doch das Zürcher Gesetz vom 24. Mai 1959 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRG]) die Zulässigkeit der Beschwerde ans Verwaltungsgericht an die Zulässigkeit der ordentlichen Beschwerde ans Bundesgericht (§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 VRG). Diese (heute: Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) ist, wie vorstehend dargelegt, hier nicht gegeben.

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unzulässig (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG), und es ist darauf im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten. Mit diesem Urteil wird das im Hinblick auf die mit dem angefochtenen Beschluss verbundene Ausreiseverpflichtung gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Sicherheitsdirektion, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Kammer, sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. August 2008
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Feller

Schlagwörter

residence permitadmissibilityno entitlementECHRprivate lifefamily lifenon-entryconstitutional complaintcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the public-law appeal was admissible against the cantonal court's non-entry decision in an immigration permit case.

Extrahierter Entscheid

The appeal was inadmissible because no enforceable entitlement to the residence permit existed under federal law or the ECHR.

Extrahierte Begründung

Article 83(c) BGG excludes public-law appeals in foreigner-law cases concerning permits with no federal or international-law entitlement. The appellant could not rely on Art. 17(2) ANAG or Art. 8 ECHR, neither for family life nor private life.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant could instead rely on a subsidiary constitutional complaint.

Extrahierter Entscheid

Such a complaint would require a substantiated allegation of unconstitutional application of cantonal procedural law, which was lacking and would in any event be unfounded because cantonal law makes access to the administrative court depend on admissibility of the ordinary federal appeal.

Extrahierte Begründung

The required constitutional grievance was not properly substantiated under Arts. 106(2) and 42(2) BGG; moreover, § 43(1)(h) and (2) VRG links cantonal appellate admissibility to the availability of the ordinary federal appeal.

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