Inadmissibility of appeal against remand decision

2C_447/2011Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung31.05.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Valais tax authority refused to consider X. Ltd.'s objection to the 2007 cantonal, municipal and federal tax assessments. The cantonal tax appeals commission annulled that refusal and remanded the case for reconsideration. On appeal, the Federal Supreme Court held that the challenged remand judgment was an interim decision and that the appellant failed to demonstrate the admissibility requirements under Art. 93 BGG. The appeal was therefore not entered into, and court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; challenge to a remand decision; admissibility of appeals against interim decisions. A remand judgment constitutes an interim decision and is subject to appeal only under the special conditions of Art. 93 BGG. The appellant must, pursuant to Art. 42(2) BGG, set out in the appeal why those conditions are met, unless this is manifest. Failure to address Art. 93 BGG results in insufficient reasoning and leads to non-entry under Art. 108(1)(b) BGG. Costs are allocated according to the outcome, even where a public authority acts within its official capacity, if the dispute concerns its pecuniary interests (Art. 65, Art. 66 BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_447/2011
2C_448/2011

Urteil vom 31. Mai 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
Steuerverwaltung des Kantons Wallis, Bahnhofstrasse 35, Postfach 351, 1951 Sitten,
Beschwerdeführerin,

gegen

X.________ Ltd.,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Kantons- und Gemeindesteuer 2007,
direkte Bundessteuer 2007,

Beschwerde gegen das Urteil der Steuerrekurskommission des Kantons Wallis vom 10. November 2010.
Erwägungen:

1.
Die Steuerverwaltung des Kantons Wallis trat am 19. November 2009 auf die Einsprache der X.________ Ltd. gegen die Veranlagungen zu den Kantons- und Gemeindesteuern bzw. zur direkten Bundessteuer 2007 nicht ein, weil diese nicht innert 30 Tagen seit Zustellung der Veranlagungen an die steuerpflichtige Gesellschaft selber erhoben worden sei. Mit Urteil vom 10. November 2010 hiess die Steuerrekurskommission des Kantons Wallis eine Beschwerde der Steuerpflichtigen - soweit darauf einzutreten war - gut; sie annullierte die Nichteintretensverfügung der kantonalen Steuerverwaltung vom 19. November 2009 und wies die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an diese zurück. Die Rekurskommission hielt dafür, dass die Veranlagungen nicht der Steuerpflichtigen selber, sondern der von dieser für die Steuerverwaltung unmissverständlich erkennbar beauftragten Bevollmächtigten hätten eröffnet werden müssen.

Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 27. Mai 2011 beantragt die Steuerverwaltung des Kantons Wallis dem Bundesgericht, das Urteil der Steuerrekurskommission aufzuheben.

2.
Gegenstand des Verfahrens bilden sowohl die Kantons- und Gemeindesteuern wie auch die direkte Bundessteuer. Die Vorinstanz hat darüber in einem Urteil befunden; ebenso hat die Beschwerdeführerin nur eine Rechtsschrift eingereicht. Unter den gegebenen Umständen entscheidet auch das Bundesgericht in einem Urteil über die Angelegenheit.

3.
Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen Rückweisungsentscheid. Rückweisungsentscheide gelten als Zwischenentscheide (BGE 134 II 124 E. 1.3 S. 127 f.; 133 V 477 E. 4 und 5 S. 480 ff.).
Zwischenentscheide können, vorbehältlich Art. 92 BGG, der hier ausser Betracht fällt, nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 BGG angefochten werden, wobei es angesichts der ihr obliegenden Begründungspflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG) Sache der Beschwerdeführerin wäre aufzuzeigen, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind, soweit dies nicht ohne Weiteres klar erscheint (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.1 S. 251, 353 E. 1 S. 356). Die Steuerverwaltung äussert sich zu Art. 93 BGG mit keinem Wort. Damit aber fehlt es hinsichtlich der Eintretensfrage an einer hinreichenden Beschwerdebegründung (vgl. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), weshalb mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.

Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, die zwar das Bundesgericht in ihrem amtlichen Wirkungskreis in Anspruch nimmt, wobei es aber um ihre Vermögensinteressen geht (Art. 66 Abs. 1 erster Satz und Abs. 4 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, der Steuerrekurskommission des Kantons Wallis und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. Mai 2011

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Schlagwörter

tax assessmentadmissibilityinterim decisionremandreasoning requirementcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the remand decision was admissible despite lacking any showing under Art. 93 BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal was inadmissible because the appellant did not address the special requirements for challenging an interim remand decision and therefore failed to provide sufficient reasoning.

Extrahierte Begründung

Remand decisions are interim decisions. Such decisions can be challenged only under Art. 93 BGG, and the appellant bears the burden of showing those requirements. Since the tax authority said nothing about Art. 93 BGG, the appeal lacked the required reasoning under Art. 42(2) BGG and could not be considered under Art. 108(1)(b) BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome; the authority acted in its official capacity, but the dispute concerned its pecuniary interests, so costs were chargeable to it.

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