Extension of removal detention upheld; appeal dismissed

2C_43/2007Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung14.03.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court treated the detainee's submission as a public-law appeal against the extension of removal detention. It held that the file showed a risk of absconding because she had entered illegally, worked without authorization, refused to return, and gave contradictory information about her origin. The difficulties in obtaining travel documents did not make removal impossible in the foreseeable future. The appeal was therefore dismissed in simplified proceedings, and no court fee was charged.

Omnilex-Regeste

Art. 13b Abs. 1 lit. c, Abs. 2 ANAG; Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG; Art. 109 BGG; extension of removal detention and scope of judicial review: a risk of absconding is established where the person concerned refuses to cooperate with removal and gives contradictory statements on identity or origin. Mere practical difficulties in enforcing removal do not render removal foreseeably impossible. The legislature may lengthen maximum detention where enforcement is impeded by lack of cooperation. In simplified proceedings, the Federal Court may dismiss a manifestly unfounded appeal on the basis of the file (consid. 2.1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_43/2007 /leb

Urteil vom 14. März 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Wurzburger, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichterin Yersin,
Bundesrichter Karlen,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Fremdenpolizei der Stadt Bern,
Predigergasse 5, Postfach, 3000 Bern,
Haftgericht III Bern-Mittelland,
Amthaus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern.

Gegenstand
Verlängerung der Ausschaffungshaft
(Art. 13b Abs. 2 ANAG),

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland vom 28. Februar/2. März 2007.

Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung:
1.
X.________ (geb. 1968) stammt nach eigenen Angaben aus Kamerun bzw. Gabon. Sie wurde am 30. November 2007 in Ausschaffungshaft genommen, welche der Haftrichter am Haftgericht III Bern-Mittelland am 28. Februar 2007 (mit Begründung vom 2. März 2007) bis zum 27. Mai 2007 verlängerte. Am 12. März 2007 leitete er ein von X.________ bei ihm eingereichtes Schreiben, in dem diese um Haftentlassung nachsuchte, zuständigkeitshalber an das Bundesgericht weiter.
2.
Die Eingabe, die als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zu behandeln ist (vgl. Art. 132 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht, BGG; SR 173.110, AS 2006 1205 ff.), erweist sich - soweit sie überhaupt den Anforderungen von Art. 42 BGG genügt - als offensichtlich unbegründet und kann gestützt auf die Akten im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden:
2.1 Die Fremdenpolizei der Stadt Bern hat die Beschwerdeführerin, welche illegal in die Schweiz eingereist ist und hier ohne Bewilligung in einem Massagesalon gearbeitet hat, formlos weggewiesen (Art. 12 Abs. 1 ANAG [SR 142.20] i.V.m. Art. 17 Abs. 1 ANAV [SR 142.201]). Die Beschwerdeführerin weigerte sich wiederholt, in ihre Heimat zurückzukehren, und hat in diesem Rahmen widersprüchliche Angaben über ihre Herkunft gemacht, womit sie den Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG erfüllt ("Untertauchensgefahr"; vgl. BGE 130 II 56 E. 3.1 S. 58 f. mit Hinweisen). Der Umstand allein, dass der Vollzug ihrer Wegweisung nicht leicht fällt, lässt diesen nicht bereits als in absehbarer Zeit undurchführbar erscheinen (vgl. Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG; BGE 130 II 56 E. 4.1.3 mit Hinweisen). Gerade wegen solcher Schwierigkeiten hat der Gesetzgeber die Haftdauer erhöht und die Möglichkeit der Haftverlängerung - inzwischen bis zu maximal achtzehn Monaten (vgl. Art. 13b Abs. 2 in der seit dem 1. Januar 2007 gültigen Fassung vom 16. Dezember 2005 [AS 2006 4745 ff.]) - geschaffen (BGE 2C_1/2007 vom 5. Februar 2007, E. 4.3.1; BGE 130 II 56 E. 4.1.2 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin kann ihre Haft verkürzen, indem sie mit den Behörden kooperiert und ihre Herkunft offen legt. Je schneller ihre Papiere beschafft werden können, desto kürzer fällt die restliche Festhaltung aus. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Behörden nicht weiterhin mit Nachdruck darum bemühen werden, die Wegweisung auch gegen ihren Willen zu vollziehen (Art. 13b Abs. 3 ANAG; Beschleunigungsgebot; BGE 130 II 488 E. 4; 124 II 49 ff.). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Schweiz freiwillig in Richtung eines Drittstaates verlassen zu wollen, ist nicht ersichtlich, wie sie dies ohne Papiere rechtmässig tun könnte. Der angefochtene Entscheid verletzt somit kein Bundesrecht. Für alles Weitere wird auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).
2.2
2.2.1 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend würde die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Es rechtfertigt sich indessen, von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).
2.2.2 Die Fremdenpolizei der Stadt Bern wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass der vorliegende Entscheid der Beschwerdeführerin korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 109 BGG:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Fremdenpolizei der Stadt Bern und dem Haftgericht III Bern-Mittelland sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 14. März 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

removal detentionrisk of abscondingsimplified proceedingscooperation dutytravel documentsimmigration enforcement

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the detention-extension order was admissible and well-founded in simplified proceedings.

Extrahierter Entscheid

The filing was treated as a public-law appeal but was, to the extent admissible at all, manifestly unfounded and decided in simplified proceedings.

Extrahierte Begründung

The submission did not satisfy the requirements of Art. 42 BGG; on the merits, the file showed no federal-law violation.

Kernrechtsfrage

Whether the grounds for removal detention and its extension were met.

Extrahierter Entscheid

Yes. The appellant's repeated refusal to return and contradictory statements about her origin established risk of absconding, and the removal was not shown to be impossible in the foreseeable future.

Extrahierte Begründung

Under Art. 13b para. 1 lit. c ANAG, risk of absconding existed. Difficulties in obtaining travel documents do not by themselves make removal foreseeably impossible under Art. 13c para. 5 lit. a ANAG.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged.

Extrahierter Entscheid

No court fee was imposed despite the appellant's losing the case.

Extrahierte Begründung

Although costs would normally follow the outcome under Art. 66 para. 1 BGG, the court waived the fee.

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