Non-entry due to lack of current interest in detention appeal

2C_330/2011Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung21.04.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appeal against the confirmation of enforcement detention because the challenged decision only extended detention until 16 April 2011 and the appellant failed to show a current, practical interest or to explain any exception. The Court also refused free legal assistance and counsel because the appeal was hopeless. No court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG; Art. 42 Abs. 2 BGG; admissibility of appeals requires a current practical interest, absent exceptional reasons. Where that interest is not self-evident, the appellant must expressly address admissibility and substantiate any exception; failure to do so leads to non-entry under Art. 108 BGG. An application for free legal aid under Art. 64 BGG must be refused if the appeal is manifestly devoid of prospects. The court may waive costs under Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG despite non-entry if the circumstances so justify.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_330/2011

Urteil vom 21. April 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Urs Späti,

gegen

Migrationsamt des Kantons Schaffhausen,
Kantonsgericht des Kantons Schaffhausen.

Gegenstand
Durchsetzungshaft,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts
des Kantons Schaffhausen vom 8. April 2011.

Nach Einsicht
in den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 8. April 2011, womit die Beschwerde von X.________ gegen die Verfügung der Haftprüfungsrichterin des Kantonsgerichts Schaffhausen vom 14. Februar 2011, welche die Verlängerung der Durchsetzungshaft bis 16. April 2011 bestätigt hatte, abgewiesen wurde,
in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten von X.________ vom 19. April 2011, womit beantragt wird, der Entscheid des Obergerichts sei aufzuheben, die Rechtmässigkeit der Fortsetzung der Durchsetzungshaft sei nicht zu bestätigen und er sei aus der Haft zu entlassen,

in Erwägung,
dass die Beschwerde sich gegen einen Entscheid richtet, mit welchem Durchsetzungshaft bloss bis zum 16. April 2011 bestätigt worden ist,
dass mithin der Beschwerdeführer entweder aus der Haft entlassen worden ist oder aber ein neuer Entscheid der Haftprüfungsrichterin über eine weitere Verlängerung der Durchsetzungshaft vorliegt, gegen welchen neu Beschwerde (ans Obergericht des Kantons Schaffhausen und anschliessend gegebenenfalls ans Bundesgericht) geführt werden kann und muss,
dass es so oder anders an einem aktuellen Interesse an der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde schon zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung fehlte,
dass indessen gemäss Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG zur Beschwerde nur berechtigt ist, wer ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat, wobei grundsätzlich ein aktuelles praktisches Interesse erforderlich ist und auf ein solches nur verzichtet werden kann, wenn besondere Gründe hierfür sprechen (vgl. BGE 131 II 670 E. 1.2 S. 674; spezifisch bei ausländerrechtlicher Haft Urteile 2C_413/2008 vom 24. Juni 2008 E. 1.2 sowie 2C_263/2009 vom 6. Mai 2009),
dass solche Gründe im vorliegenden Fall nicht ohne weiteres ersichtlich sind, weshalb der Beschwerdeführer verpflichtet gewesen wäre, sich in seiner Rechtsschrift zur Eintretensfrage zu äussern (zur Begründungspflicht gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG bei nicht liquider Eintretensfrage s. BGE 134 II 45 E. 2.2.3 S. 48; 133 II 249 E. 1.1 S. 251, 353 E. 1 S. 356, 400 E. 2 S. 404),
dass es an einer entsprechenden Beschwerdebegründung gebricht,
dass mithin mangels hinreichender Beschwerdebegründung mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden kann (Art. 64 BGG),
dass es hingegen die Umstände rechtfertigen, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Kosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Obergericht des Kantons Schaffhausen und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. April 2011

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Schlagwörter

detentionadmissibilitycurrent interestreasoning requirementlegal aidnon-entryimmigration enforcement

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was admissible despite the lack of a current practical interest.

Extrahierter Entscheid

The appellant no longer had a current interest in the review of the challenged detention decision, or a new detention-extension decision had to be challenged anew.

Extrahierte Begründung

The challenged decision only confirmed detention until 16 April 2011; by the time of the federal appeal, the appellant had either been released or a new extension decision existed. In either case, there was no current interest at filing, and no special grounds justified dispensing with that requirement.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was sufficiently reasoned on the admissibility question.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant failed to address the admissibility issue despite the need to do so when current interest was unclear.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42(2) BGG, a party must explain admissibility where the issue is not obvious; the brief contained no adequate reasoning on that point.

Kernrechtsfrage

Whether legal aid and counsel should be granted.

Extrahierter Entscheid

Denied because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

The application was unfounded once the appeal was deemed hopeless.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.