Non-entry for insufficiently reasoned appeal against court cost advance

2C_316/2013Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung15.04.2013Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. appealed to the Federal Supreme Court against an appellate ruling that had upheld a court cost advance in his state-liability action against the City of Zurich and had denied legal aid. The Federal Supreme Court held that his submission did not address the decisive reasoning or explain any violation of federal law, so the appeal was manifestly insufficiently reasoned. The court therefore did not enter into the appeal in simplified procedure, denied legal aid for the federal proceedings as hopeless, and imposed court costs of CHF 600 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2, Art. 95, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; insufficient reasoning of a federal appeal against a cost-advance order. An appeal must, in a manner focused on the dispute and the decisive considerations of the challenged judgment, set out specifically in what respect the contested act violates federal law; merely reciting the factual background or rearguing issues already finally decided does not suffice. Alleged violations of constitutional rights must be raised and substantiated expressly. If these requirements are not met, the court shall not enter into the matter in simplified procedure. Legal aid is refused where the appeal has no prospects of success; costs are borne by the losing party, with the fee set having regard to the manner of conduct of the proceedings.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
2C_316/2013

Urteil vom 15. April 2013
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Stadt Zürich,
Bezirksgericht Zürich.

Gegenstand
Forderung; Gerichtskostenvorschuss,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 27. Februar 2013.

Erwägungen:

1.
X.________ reichte beim Bezirksgericht Zürich Klage gegen die Stadt Zürich (Staatshaftung) ein. Das Bezirksgericht lehnte am 20. August 2012 sein Gesuch, ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, wegen Aussichtslosigkeit der Klage ab. Dieser Entscheid ist rechtskräftig (Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 5. Dezember 2012; Nichteintretensurteil des Bundesgerichts 2C_47/2013 vom 18. Januar 2013). Am 30. Januar 2013 setzte das Bezirksgericht X.________ eine Frist von zehn Tagen zur Zahlung eines Gerichtskostenvorschusses von Fr. 3'550.--. Mit Beschluss und Urteil vom 27. Februar 2013 wies das Obergericht des Kantons Zürich das auch für das dortige Beschwerdeverfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab und wies die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat; die Entscheidgebühr von Fr. 500.-- wurde X.________ auferlegt.
Dieser gelangte am 8. April 2013 (Postaufgabe) mit einer - einschliesslich Beilagen - 104 Seiten umfassenden vom 5. April 2013 datierten Rechtsschrift (Beschwerde sowie zusätzlich subsidiäre Verfassungsbeschwerde) an das Bundesgericht.

2.
Rechtsschriften haben gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG die Begehren und deren Begründung zu enthalten; in der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht (schweizerisches Recht, Art. 95 BGG) verletze. Die Begründung hat sachbezogen zu sein; die Beschwerde führende Partei muss sich mit dem Prozessgegenstand und dabei gezielt mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids der Vorinstanz massgeblichen Erwägungen auseinandersetzen. Spezifischer Geltendmachung und Begründung bedarf die Rüge, verfassungsmässige Rechte seien verletzt worden (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Der Beschwerdeführer äussert sich weitschweifig zu den Hintergründen des von ihm im Kanton angestrebten Staatshaftungsverfahrens. Einziger Gegenstand des angefochtenen Urteils und damit der vorliegenden Beschwerde ist indessen die vom Obergericht bestätigte Kostenvorschussverfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 30. Januar 2013. Der Beschwerdeführer müsste aufzeigen, inwiefern die Erhebung eines Kostenvorschusses schweizerisches Recht verletze. Dabei ist auf die von ihm breit diskutierte Frage der unentgeltlichen Rechtspflege nicht einzugehen, ist doch über die Abweisung des entsprechenden Gesuchs rechtskräftig entschieden worden. Inwiefern die Erhebung eines Kostenvorschusses nach Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege generell oder spezifisch in einem Staatshaftungsverfahren rechtsverletzend sei, lässt sich der Rechtsschrift vom 5. April 2013 nicht entnehmen. Die Beschwerde ermangelt offensichtlich einer hinreichenden Begründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
Da die vorliegende Beschwerde aussichtslos erschien, kann dem auch für das Verfahren vor Bundesgericht gestellten Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden (Art. 64 BGG). Entsprechend sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG), wobei bei der Bemessung der Gerichtsgebühr der Art der Prozessführung Rechnung zu tragen ist (Art. 65 Abs. 2 BGG). Anlass bzw. Handhabe für eine "sofortige definitive Abschreibung allfällig anfallender Kostenlasten" besteht nicht.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bezirksgericht Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. April 2013

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Schlagwörter

non-entryinsufficient reasoninglegal aidcourt cost advancestate liabilitycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the order requiring a court cost advance was sufficiently reasoned under the Federal Supreme Court Act

Extrahierter Entscheid

The appeal did not meet the statutory reasoning requirements and therefore could not be entered into.

Extrahierte Begründung

The appellant discussed the background of the state liability case, but failed to explain specifically how the cost advance order violated federal law. The legal aid refusal had already become final and could not be challenged again.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal assistance before the Federal Supreme Court

Extrahierter Entscheid

The request for free legal assistance was denied because the appeal was hopeless.

Extrahierte Begründung

Since the appeal was manifestly insufficiently reasoned, it had no prospects of success.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant as the losing party.

Extrahierte Begründung

Under the Federal Supreme Court Act, the losing party bears the costs; the fee was set with regard to the manner of litigation.

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