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2A.60/2003 ΓÇó Non-entry on appeal against residence permit decision
2A.60/2003Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung14.02.2003Dismissed
The Federal Court declared inadmissible an administrative law appeal against a St. Gallen Department decision that had rejected the appellant’s challenge to the withdrawal or non-renewal of her residence permit. It held that the decision was not a final cantonal decision because it could still be appealed to the cantonal administrative court, and that in foreign police matters the asserted entitlement to a permit had first to be pursued before that court. The request for free legal aid and counsel was also refused, and court costs of CHF 800 were imposed on the appellant.
Art. 98 lit. g OG, Art. 98a OG; admissibility of administrative law appeal in foreign police matters. An appeal lies only against final decisions of the last cantonal instance, which must in principle be a court. A departmental decision that remains open to cantonal judicial review is not directly challengeable before the Federal Court. In foreign police matters, an administrative law appeal is furthermore admissible only against the refusal of a permit to which federal law grants a legal entitlement; the existence of such entitlement must first be examined by the competent cantonal court. Manifest inadmissibility excludes free legal aid under Art. 152 OG and justifies simplified disposal under Art. 36a OG (consid. 1-3).
{T 0/2}
2A.60/2003 /leb
Urteil vom 14. Februar 2003
II. Öffentlichrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Wurzburger, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Merkli
Gerichtsschreiber Moser.
Parteien
A.________,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr. Markus Züst, Bahnhofstrasse 14, Postfach 849,
9430 St. Margrethen SG,
gegen
Justiz- und Polizeidepartement des Kantons
St. Gallen, Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen.
Gegenstand
Aufenthaltsbewilligung,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Justiz- und Polizeidepartements des Kantons
St. Gallen vom 10. Januar 2003.
Nach Einsicht:
wird in Erwägung gezogen:
dass das Rechtsmittel der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen zulässig ist (Art. 98 lit. g OG), was für den angefochtenen Departementsentscheid nicht zutrifft, zumal er gemäss Rechtsmittelbelehrung an das kantonale Verwaltungsgericht weitergezogen werden kann (vgl. auch Art. 59bis des st. gallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege),
dass zudem in Streitigkeiten, die der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht unterliegen, gemäss Art. 98a OG der letzte kantonale Entscheid von einem Gericht ausgehen muss,
dass auf die gegen den Entscheid des Justiz- und Polizeidepartementes erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde schon aus diesem Grunde nicht eingetreten werden kann,
dass das Rechtsmittel der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf dem Gebiete der Fremdenpolizei im Übrigen nur zulässig ist gegen die Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht einen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG),
dass die Beschwerdeführerin, soweit sie einen dahingehenden Anspruch behaupten will, sich damit jedenfalls zuerst an das kantonale Verwaltungsgericht zu wenden hätte (vgl. BGE 127 II 161), wo sie offenbar auch bereits eine Beschwerde eingereicht hat,
dass die vorliegende Verwaltungsgerichtsbeschwerde daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG (Verzicht auf Einholung von Akten und Vernehmlassungen, summarische Begründung) zu erle- digen ist,
dass bei diesem Ausgang die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 156 OG),
dass dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung wegen offensichtlicher Unzulässigkeit des Rechtsmittels nicht entsprochen werden kann (Art. 152 OG).
Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und dem Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen sowie dem Bundesamt für Ausländerfragen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 14. Februar 2003
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: