Broadcast reception fees: appeal dismissed as unreasoned

2A.569/2001Bundesgericht / II. öffentlich-rechtliche Abteilung28.01.2002Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. challenged an UVEK decision confirming radio and television reception fees claimed by Billag AG through debt collection. He appealed to the Federal Supreme Court but filed no proper relief or reasoned arguments. The Court held that the submission failed the federal pleading requirements and could be dismissed in simplified proceedings. It also confirmed that Billag AG was legally authorized to levy and enforce reception fees, which arise from statute and continue until deregistration of the devices. The appeal was dismissed and X. was ordered to pay court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 108 OG; simplified dismissal of an inadequately reasoned administrative appeal. An appeal must engage concretely with the challenged decision and state a proper request; mere expressions of incomprehension do not satisfy the duty to reason. Where the appellant has already been warned of the formal requirements, no additional time limit for cure need be granted if the submission is also manifestly unfounded. Under the broadcasting fee regime, the collection agent may levy the statutory reception fee and enforce it by debt collection; no separate private-law agreement is required, and the fee obligation persists until the decommissioning of the devices is duly reported and deregistration effected.

Gesamter Gesetzestext

[AZA 0/2]
2A.569/2001/sch

II. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG ***********************************

  1. Januar 2002

Es wirken mit: Bundesrichter Wurzburger, Präsident der
II. öffentlichrechtlichen Abteilung, Müller, Merkli und
Gerichtsschreiber Hugi Yar.


In Sachen
X.________, Beschwerdeführer,

gegen
B illag A G, Schweizerische Inkassostelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren, Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK),

betreffend
Radio- und Fernsehempfangsgebühren,
wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

1.- Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) wies am 19. November 2001 eine Beschwerde von X.________ im Zusammenhang mit von der Schweizerischen Inkassostelle für Radio- und Fernsehgebühren (Billag AG) gegen ihn in Betreibung gesetzten Radio- und Fernsehempfangsgebühren (Fr. 409. 20 plus Zinsen, Mahngebühr und Kosten) ab. Hiergegen gelangte X.________ am 17. Dezember 2001 an das Bundesgericht, da er mit diesem Entscheid "nicht einverstanden" sei. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2001 gab ihm der Abteilungspräsident Gelegenheit, seine Eingabe kostenlos zurückzuziehen, da sie kaum Aussichten auf Erfolg haben dürfte. Am 18. Januar 2002 zahlte X.________ den Kostenvorschuss und hielt damit an seiner Beschwerde fest.

2.- Diese kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist:

  1. Nach Art. 108 Abs. 2 OG hat sich die Beschwerdeschrift sachbezogen mit dem angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen (BGE 118 Ib 134 ff.). Der Beschwerdeführer wirft lediglich verschiedene Punkte auf, die er nicht "verstehe", ohne einen Antrag zu stellen und auf die ihm vom Departement gegebene Begründung einzugehen; seine Eingabe genügt damit den Begründungsanforderungen an eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht. Es erübrigt sich, ihm eine Nachfrist zu deren Verbesserung anzusetzen (Art. 108 Abs. 3 OG), da er bereits im vorinstanzlichen Verfahren auf die entsprechenden Formalitäten aufmerksam gemacht worden war und sich die Beschwerde im Übrigen auch materiell als unbegründet erweist.
  2. Die Billag AG ist befugt, die Radio- und Fernsehempfangsgebühren zu erheben, diese nötigenfalls auf dem Betreibungsweg durchzusetzen und einen damit verbundenen Rechtsvorschlag zu beseitigen (vgl. das zur Publikation bestimmte Urteil vom 5. November 2001 i.S. Billag AG [7B. 205/ 2001]; Art. 55 Abs. 3 RTVG [SR 784. 40] in Verbindung mit Art. 58 Abs. 4 RTVV [SR 784. 401]). Die Gebührenpflicht für den Radio- und Fernsehempfang beruht auf einer gesetzlichen Vorgabe (Art. 55 Abs. 1 RTVG) und bedarf - entgegen der Annahme des Beschwerdeführers - keiner zusätzlichen privatrechtlichen Abrede. Es obliegt dem Empfänger, die Ausserbetriebnahme seiner Geräte zu melden (vgl. Art. 41 Abs. 2 RTVV), ansonsten er bis zur Abmeldung gebührenpflichtig bleibt (Art. 44 Abs. 2 RTVV) und nicht geltend machen kann, er habe die Empfangsgeräte nicht benutzt. Das Departement hat die Beschwerde deshalb zu Recht abgewiesen; für alles Weitere kann auf dessen zutreffenden Ausführungen verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG).

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (vgl. Art. 159 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Billag AG, dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) sowie dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schriftlich mitgeteilt.

______________
Lausanne, 28. Januar 2002

Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

broadcasting feesadmissibilityreasoned appealdebt collectionstatutory obligationderegistrationcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the administrative appeal met the federal pleading requirements and was therefore admissible

Extrahierter Entscheid

The appeal did not adequately engage with the challenged decision and failed to state a proper request, so it did not satisfy the pleading requirements.

Extrahierte Begründung

Under Art. 108(2) OG, the brief must address the contested decision in a fact-specific manner. The appellant merely raised points he did not understand and did not respond to the department's reasoning; no remedial deadline was needed because he had already been warned of the formal requirements.

Kernrechtsfrage

Whether Billag AG was entitled to levy and enforce radio and television reception fees

Extrahierter Entscheid

Billag AG is authorized to collect the fees, enforce them by debt collection if necessary, and remove an objection in that process.

Extrahierte Begründung

The authority follows from the Broadcasting Act and implementing ordinance; the fee obligation is statutory and does not require a separate private-law agreement. The recipient must report the decommissioning of devices, otherwise the fee obligation continues until deregistration.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs

Extrahierter Entscheid

The losing appellant must pay the court fee.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings.

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